Der US-Automarkt brummt
Das GeschĂ€ft fĂŒr die Autobauer in den USA lĂ€uft derzeit ausgezeichnet. Im November konnten japanische und deutsche Marken stark zulegen
Die Lust der US-Amerikaner auf ein neues Auto ist ungebrochen. Im November stiegen die VerkĂ€ufe auf dem wichtigsten Automarkt der Welt im Vergleich zum Vorjahresmonat um 15 Prozent auf mehr als 1,1 Millionen StĂŒck, wie die Fachzeitschrift Automotive News am Montag ausrechnete. Die deutschen Hersteller fuhren teils so gute Ergebnisse ein wie noch nie. Mercedes-Benz [1] konnte um 15 Prozent zulegen, Audi [2] steigerte seine VerkĂ€ufe um 24 Prozent, VW [3] um 29 Prozent, bei der Marke BMW [4] waren es 45 Prozent und bei Porsche [5] sogar 71 Prozent. âWir rechnen damit, dass die Nachfrage auch in der nahen Zukunft anhĂ€ltâ, erklĂ€rte Porsches Nordamerika-Chef Detlev von Platen.
Hintergrund der groĂen ZuwĂ€chse ist eine alternde Wagenflotte, welche die Amerikaner zum Kauf eines neuen Wagens zwingt. Zudem gibt es in der Bevölkerung ein Vertrauen in die Wirtschaft - trotz der nahenden Fiskalklippe. Im November kam hinzu, dass viele Autos von Wirbelsturm "Sandy" hinweggeschwemmt worden waren. Die Fahrer brauchten nun schnell ein neues GefĂ€hrt. Auch die amerikanischen Massenhersteller wurden mehr Wagen los, wenngleich sich die ZuwĂ€chse im Vergleich zu den Deutschen und zu manchem japanischen Konkurrenten in Grenzen hielten. Am besten schnitt noch der zum italienischen Fiat-Konzern gehörende Autobauer Chrysler [7] ab mit einem Plus von 14 Prozent. Ford [8] wurde 6 Prozent mehr Wagen los, General Motors [9] 3 Prozent.
Die Deutschen sind trotz hoher Zuwachsraten aber noch weit von den Absatzzahlen [10] der drei groĂen US-Hersteller entfernt: General Motors, mit denen Volkswagen genau wie Toyota [11] um den Rang des weltweit gröĂten Autobauers kĂ€mpft, setzte im November daheim gut fĂŒnfmal so viele Fahrzeuge ab wie die Wolfsburger. Bei VW findet besonders der Passat weiter reiĂenden Absatz. Das Modell legte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 75 Prozent zu. Die zweite tragende SĂ€ule ist der Jetta [12], bei dem der Absatz um etwa 10 Prozent stieg. Seit Jahresbeginn hat Volkswagen mehr als 394.000 Autos in den USA verkauft und damit 35 Prozent mehr als in den ersten elf Monaten 2011. Die StĂŒckzahlen der Premiumhersteller liegen merklich niedriger. (dpa) (mfz [13])
URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-1761703
Links in diesem Artikel:
[1] http://www.heise.de/autos/thema/Mercedes
[2] http://www.heise.de/autos/thema/Audi
[3] http://www.heise.de/autos/thema/VW
[4] http://www.heise.de/autos/thema/BMW
[5] http://www.heise.de/autos/thema/Porsche
[6] https://www.heise.de/news/Neuer-US-Passat-aus-dem-Werk-Chattanooga-1166469.html
[7] http://www.heise.de/autos/thema/Chrysler
[8] http://www.heise.de/autos/thema/Ford
[9] http://www.heise.de/autos/thema/General-Motors
[10] https://www.heise.de/news/Erfolgskontrolle-Neuzulassungen-im-Oktober-2012-1755483.html
[11] http://www.heise.de/autos/thema/toyota
[12] https://www.heise.de/news/VW-Jetta-Hybrid-kommt-2013-in-Deutschland-auf-den-Markt-1760021.html
[13] mailto:mfz@heise.de
Copyright © 2012 Heise Medien