Batterie mit Internet-Anschluss
Das Start-up Roost hat einen 9-Volt-Stromspeicher entwickelt, in dem WLAN-Funkmodul steckt. Er soll unter anderem Rauchmelder online bringen.
Das Start-up Roost hat einen 9-Volt-Stromspeicher entwickelt, in dem WLAN-Funkmodul steckt. Er soll unter anderem Rauchmelder online bringen.
Eine junge kalifornische Firma hat eine einfache Methode entwickelt, mit der sich batteriebetriebene HaushaltsgerĂ€te smarter machen lassen: Einen Stromspeicher mit eingebautem Datenfunkmodul. Die 9-Volt-Block-Batterie enthĂ€lt einen WLAN-Chip samt Miniantenne und wird ins Heimnetz eingebunden. DarĂŒber lĂ€sst sich dann ein Smartphone alarmieren, sollte ein Brand entdeckt werden oder die Batterie kurz davor stehen, ihren Geist aufzugeben.
Das Start-up namens Roost [1] will die schlaue Batterie ab dem nĂ€chsten Jahr bereits verkaufen â zu Preisen zwischen 25 und 35 US-Dollar. "Wir haben uns dem Internet der Dinge nicht ĂŒber die Frage genĂ€hert, wie wir ein möglichst spannendes neues GerĂ€t bauen könnten", sagt Technikchef und FirmenmitbegrĂŒnder James Blackwell. "Es ging uns darum, Informationen, die heimische GerĂ€te sammeln, auch aus der Ferne abfragbar zu machen."
Die Idee könnte weit ĂŒber Rauchmelder hinausgehen. Roost plant, auch andere bislang "netzlose" GerĂ€te mit wenig Zusatzaufwand fĂŒr ihren Besitzer ins Internet zu bringen, egal ob sie batteriebetrieben sind oder an der Steckdose hĂ€ngen.
Die ersten Stromspeicher, die Roost auf den Markt bringen will, sind Lithium-basiert und sollen im Rauchmelderbetrieb bis zu fĂŒnf Jahre durchhalten. Neben dem WLAN-Chip ist auch ein Sensor zur Tonerkennung und zur SpannungsĂŒberwachung enthalten. Der smarte Stromspender wird mit einer Handy-App konfiguriert, die demnĂ€chst verfĂŒgbar sein wird. Damit lĂ€sst sich mit wenigen Schritten der Batterie ein Name zuordnen (beispielsweise "Wohnzimmer" oder "Kinderzimmer") und eine Verbindung zum heimischen WLAN-Netz herstellen. AnschlieĂend wird sie dann in den Rauchmelder eingesteckt.
Das Prototypsystem, das Roost Interessierten momentan noch prĂ€sentiert, ist bislang noch etwas gröĂer als eine 9-Volt-Batterie, doch bis FrĂŒhjahr soll Letztere ausentwickelt sein. Das Start-up möchte spĂ€ter auch kleinere Versionen herstellen, etwa im Mignon-Batterieformat, das in zahlreichen GerĂ€ten vom Spielzeug bis zur Fernbedienung genutzt wird. Integrierbar sind auĂerdem weitere Sensoren wie Beschleunigungsmesser oder Thermometer. (bsc [2])
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[1] http://www.smartroost.net/
[2] mailto:bsc@heise.de
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