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Post-Quanten-Kryptografie auf dem Weg in die Praxis

Klaus Schmeh

Die Standardisierung der Post-Quanten-Kryptografie nimmt Gestalt an. Nun steht die Integration in Netzwerkprotokolle, Smartcard-Chips und Kryptoprogramme bevor.

Kennen Sie CRYSTALS-Kyber und CRYSTALS-Dilithium? Diese beiden Verfahren sind momentan die wichtigsten Vertreter der Post-Quanten-Kryptografie. Sie gelten also als sicher gegenüber Quantencomputern – ganz im Gegensatz zu den bewährten Kryptoalgorithmen RSA und Diffie-Hellman, die derzeit milliardenfach im Internet genutzt werden.

Quantencomputer sind zwar noch längst nicht praxistauglich, doch die Technik macht Fortschritte, und daher muss das Ziel lauten, auf Post-Quanten-Verfahren umzustellen, bevor Milliarden von Sicherheitslücken auftreten. CRYSTALS-Kyber und CRYSTALS-Dilithium könnten dabei eine zentrale Rolle spielen. Ersteres kann Diffie-Hellman und den RSA-Schlüsselaustausch ersetzen, letzteres an die Stelle von RSA-Signaturen treten.

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Klaus Schmeh
Klaus Schmeh

Klaus Schmeh ist Experte für Kryptografie bei Eviden Digital Identity, außerdem Buchautor und Blogger bei www.schmeh.org.

Die beiden CRYSTALS-Verfahren sind wie RSA und Diffie-Hellman asymmetrische Kryptoalgorithmen. Symmetrische Methoden wie der Advanced Encryption Standard (AES) spielen in der Post-Quanten-Diskussion dagegen keine große Rolle, da sie generell weniger anfällig gegenüber Quantencomputern sind. Man kann sie alleine durch eine Erhöhung der Schlüssellänge quantensicher machen.


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[8] https://www.heise.de/hintergrund/Briefe-von-Kaiser-Maximilian-II-mit-Kryptotools-entschluesselt-6338054.html
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[10] https://www.heise.de/hintergrund/Post-Quanten-Kryptografie-und-Schutz-vor-Quantencomputerangriffen-6197511.html
[11] https://www.heise.de/ratgeber/Kryptografie-in-Go-4641922.html