12 und 16 GByte Speicher: Nvidia enthüllt zwei Varianten der Pascal-Rechenkarte Tesla P100
Martin Fischer
(Bild: Nvidia)
Die Tesla P100 will Nvidia als 12- und 16-GByte-Variante anbieten. Beide sind besonders bei Deep-Learning-Berechnungen rasend schnell und sollen höchstens 250 Watt schlucken.
Wobei das Wörtchen "langsam" relativ ist: Die Tesla P100 schafft theoretisch bis zu 18,7 Billionen Berechnungen pro Sekunde (TFlops) bei 16-bittiger Genauigkeit (Half Precision/HP). Half Precision eignet sich etwa für Deep-Learning-Berechnungen oder für bestimmte Texturoperationen. Bei einfacher Genauigkeit (Single Precision/SP) packt die Tesla P100 9,3 TFlops, bei den besonders fürs Finanzwesen wichtigen doppeltgenauen Berechnungen (Double Precision/DP) immerhin noch 4,7 TFlops. Zum Vergleich: Die NVLink-Variante erreicht 21/10,6/5,3 TFlops.
Die Tesla P100 soll im Verbund besser skalieren als Hauptprozessoren.
(Bild: Nvidia)
Tesla P100 mit 12 oder 16 GByte HBM2-Speicher
Die Tesla-P100-Karte verkauft Nvidia in zwei Varianten, die sich lediglich im Speicherausbau und der Transferrate voneinander unterscheiden. Die 16-GByte-Version erreicht mit 720 GByte/s die gleiche Transferrate wie die NVLink-Platine; die 12-GByte-Version packt dagegen nur 540 GByte/s. Die Speicher beider Karten sind jeweils vollständig ECC-geschützt.
Nvidia hat einige Benchmark-Ergebnisse in Form von Säulendiagrammen veröffentlicht und insgesamt drei Systeme mit (1) zwei Tesla-K80-Karten, (2) zwei P100-Karten und (3) vier P100-Karten verglichen. Die Werte beziehen sich auf die Anwendungen NAMD, VASP, MILC, HOOMD Blue, AMBER und Caffe/Alexnet. Dabei zeigt sich, dass besonders AMBER und Caffe/Alexnet von den neuen P100-Karten profitieren sollen.
Lieferung frühestens im vierten Quartal 2016
Die Tesla P100 soll laut Nvidia ab dem vierten Quartal an Erstausrüster (Original Equipment Manufacturer/OEM) ausgeliefert werden. Bis die Karten tatsächlich im Einzelhandel auftauchen, könnte es noch bis zum kommenden Jahr dauern. Im April erklärte Nvidia-Chef Huang noch, dass OEMs erst im ersten Quartal 2017 mit Tesla-P100-Karten bedient werden sollen.
(mfi [3])
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