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3 Millionen Installationen: Android-Malware aus Google Play entfernt

Dirk Knop
Aufmacher Android-Malware Autolycos

(Bild: Shutterstock.com / weedezign)

Die Android-Malware Autolycos hat es auf insgesamt drei Millionen Installationen gebracht. Nach der Entdeckung hat Google die betroffenen Apps entfernt.

Der IT-Sicherheitsforscher Maxime Ingrao hat eine Android-Malware entdeckt, die in acht Apps versteckt war, die zusammen auf rund drei Millionen Installationen kamen. Die Schadsoftware hat die Opfer bei Premium-Diensten angemeldet und sie so abgezockt. Der Entdecker hat dem SchÀdling den Namen Autolycos gegeben. Google hat die Apps inzwischen aus dem Store entfernt.

Ingrao erlĂ€utert, dass Autolycos ohne Webview auskommt, um seinen Fußabdruck und damit die Entdeckungsgefahr zu minimieren. Stattdessen greife die Malware direkt via http-Anfragen auf URLs zu und erhalte deren Adresse mittels JSON von den Command-and-Control-Servern (C2). Teilweise liege der Browser auf den C2-Servern und der liefere dann lediglich die Ergebnisse zurĂŒck.

Die Verschleierung gelang den Malware-Programmierern so gut, dass die Schadfunktionen den automatisierten Analysesystemen von Google nicht aufgefallen sind. Nach der Meldung sind die Apps nun jedoch nicht mehr verfĂŒgbar. Sie sollten auch mittels Google Play Protect von betroffenen GerĂ€ten entfernt worden sein.

Weiter erlĂ€utert Ingrao, dass die Drahtzieher hinter der Malware sogar Werbung fĂŒr die bösartigen Apps geschaltet hĂ€tten. Die BetrĂŒger haben Facebook-Seiten zu den Apps erstellt und diese sowohl auf Facebook, als auch auf Instagram beworben.

Die Android-Malware kam mit den folgenden acht Apps aufs Handy:

Android-Nutzer sollten sicherheitshalber ĂŒberprĂŒfen, ob eine dieser Apps auf ihrem GerĂ€t vorhanden ist und diese entfernen. Zudem sollten sie den Google Play Protect-Dienst aktivieren, falls dieser deaktiviert wurde, damit solche als schĂ€dlich erkannten Apps automatisch vom Smartphone gelöscht werden können.

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(dmk [2])


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