Ausfall von Google Ad Manager blockiert Werbeauslieferung
(Bild: Bubble_Tea Stock/Shutterstock.com)
Mehr als etwa drei Stunden lang blieben WerbeplÀtze auf vielen Websites leer. Grund war ein Ausfall bei Google. Zuvor misslang bereits ein Test.
Ein bisher ungeklĂ€rter Fehler bei Google hat die automatisierte Werbeauslieferung auf vielen Websites blockiert. Website-Betreiber konnten weder Anzeigen ĂŒber Googles Werbenetzwerk, noch Werbung der eigenen Werbekunden ausliefern. Nach Medienberichten waren groĂe Publisher wie die New York Times, die Washington Post und das Wall Street Journal genauso betroffen wie Blog-Netzwerke.
Google bestĂ€tigte in der Nacht einen Fehler beim Google Ad Manager, der demnach etwa drei Stunden andauerte. Kurz vor vier Uhr deutscher Zeit meldete das Unternehmen per Twitter, dass die Störung behoben sei. Ăber die Ursache des Ausfalls machte das Unternehmen bisher keine Angaben.
Googles Dominanz auf vielen Ebenen des Werbemarktes
Der Ausfall wirft ein Schlaglicht auf die zentrale Bedeutung Googles fĂŒr die weltweite Auslieferung von Werbung. Der Konzern ist marktfĂŒhrend auf verschiedenen MĂ€rkten. Die britische Marktaufsicht CMA stellte bereits 2020 fest, dass der Konzern sowohl Publisher als auch Werbekunden mit seiner Technik ausstattet und dazu die gröĂten MarktplĂ€tze auf Nachfrage- und Angebotsseite betreibt. Wegen dieser Markdominanz muss sich der Konzern derzeit mehreren Verfahren stellen [1], auch Gesetzgeber wollen die Macht Googles einschrĂ€nken.
Bereits vor wenigen Tagen war es zu einer merkwĂŒrdigen Fehlfunktion gekommen, wie Ad Exchanger berichtet [2]. Publisher bemerkten, dass Google gelbe Rechtecke ohne erkennbare Werbebotschaft auslieferte und dafĂŒr vergleichsweise groĂe GeldbetrĂ€ge anbot. Im Nachhinein stellte sich die Kampagne als Experiment Googles im australischen WerbegeschĂ€ft heraus, das aus ungeklĂ€rten Ursachen seinen Weg auch auf US-Websites fand. Google wollte in diesem Fall die ausgelieferten Werbungen bezahlen, was einzelnen Betreibern BetrĂ€ge ĂŒber 100.000 US-Dollar einbrachte, obwohl die Kampagne nur 45 Minuten lief.
Ob Anzeigekunden und Publisher fĂŒr den heutigen Ausfall ebenfalls mit EntschĂ€digungen rechnen können, beantwortete das Unternehmen bisher noch nicht.
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[2] https://www.adexchanger.com/ad-networks/ad-age-blind-networks/
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