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Avast und GDATA wieder mit Fehlalarm

Daniel Bachfeld

Die Scanner melden in Teilen des populĂ€ren VerschlĂŒsselungstools TrueCrypt fĂ€lschlcherweise den Trojaner Swizzor.

Fehlalarme ĂŒber Fehlalarme: Diesmal befindet der Virenscanner von Avast Teile des populĂ€ren VerschlĂŒsselungstools TrueCrypt [1] als schĂ€dlich, weil ein Trojaner namens Swizzor in ihm stecken soll. Konkret meldet Avast den Trojaner in der GUI-Komponente TrueCrypt.exe und bietet an, die Datei zu löschen.

Interessanterweise ist die TrueCrypt-Datei mit einer gĂŒltigen digitalen Unterschrift von VeriSign versehen, eine Information, die der Scanner offenbar komplett außer Acht lĂ€sst. Auch der Scanner AVK 2009 von GDATA meldet in der Folge eine Infektion, da er unter anderem die Avast-Engine und deren Signaturen zur Erkennung benutzt.

Betroffene Anwender sollten bei einer Warnung entweder "keine Aktion" oder "nur Protokollieren" als nÀchsten Schritt wÀhlen und eine Aktualisierung des Signatur-Updates abwarten, mit der der Fehler behoben wird.

In letzter Zeit hÀufen sich die Fehlalarme der Virenscanner stark. Zuletzt erkannte [2] AVG fÀlschlicherweise im Flash Player einen SchÀdling. Zuvor verdÀchtigten AVG, Kaspersky und GDATA die Windows-Systembibliothek user32.dll, einen Trojaner zu enthalten. Damit bestÀtigt sich erneut die Kritik des letzten c't-Tests, dass Fehlalarme durch Antiviren-Software zur echten Plage [3] geworden sind. (dab [4])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-218300

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Verschluesselungssoftware-TrueCrypt-6-1-veroeffentlicht-214879.html
[2] https://www.heise.de/news/Antiviren-Programm-AVG-erneut-mit-Fehlalarm-216985.html
[3] http://www.heise.de/ct/08/23/003/
[4] mailto:dab@ct.de