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Elektronisch gesicherte Kreuzung soll UnfÀlle verhindern

Ralph HĂŒlsenbusch

Die von Bund und Industrie geförderte Forschungsinitiative Ko-FAS konnte ihre Abschlussergebnisse zur Verkehrssicherheit praktisch vorfĂŒhren.

Die sicherste Straßenkreuzung existiert angeblich in Aschaffenburg, berichtet der Infomationsdienst der Wissenschaften (IDW [1]). Am 18. und 19. September haben dort die Wissenschaftler der Forschungsinitiative „Kooperative Sensorik und kooperative Perzeption fĂŒr die Sicherheit im Straßenverkehr“ (Ko-FAS [2]) ihre Forschungsergebnisse in Theorie und Praxis prĂ€sentiert.

Ziel des Projektes ist es, die Unfallzahlen vor allem im innerstÀdtischen Bereich zu senken. Laut Untersuchungen des Statistischen Bundesamtes passieren rund ein Drittel der UnfÀlle mit PersonenschÀden an Kreuzungen. Um dem entgegenzuwirken, haben Forscher der Initiative Fahrzeuge und Gefahrenpunkte mit technischen Hilfsmitteln wie Sensoren ausgestattet.

Ko-FAS sichert Kreuzung

Mit Sensoren und ComputergestĂŒtzen Kreuzungen will die Ko-FAS VerkersunfĂ€lle an Kreuzungen vermeiden.

(Bild: Ko-FAS)

An einer entsprechend ausgerĂŒsteten Kreuzung in Aschaffenburg fand eine PrĂ€sentation der Ergebnisse statt, bei der zusĂ€tzlich speziell ausgestattete Fahrzeuge zum Einsatz kamen. Die aus verschiedenen Perspektiven per Kameras und Sensoren ermittelten Daten fasst das System zu einem Bild zusammen und ĂŒbermittelt es per Funk an die Verkehrsteilnehmer.

Die Ausstattung der Kreuzung sowie die Verarbeitungsalgorithmen zum Erfassen und Verfolgen aller Verkehrsteilnehmer sind am Institut fĂŒr Mess-, Regel- und Mikrotechnik der UniversitĂ€t Ulm [3] entwickelt worden. Eine von der Daimler AG [4] beigesteuerte Situationsanalyse erfasst darĂŒber hinaus die aktuelle Konstellation an der Kreuzung, untersucht die Handlungsmöglichkeiten der Verkehrsteilnehmer und bewertet sie ihrer Wahrscheinlichkeit nach.

Den Hauptteil der Fördermittel fĂŒr die Kooperative von ĂŒber 23,6 Millionen Euro steuerte das Bundesministerium fĂŒr Wirtschaft und Technologie (BMWI [5]) bei (14,9 Millionen), weitere stammen von Industriepartnern. (rh [6])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-1963975

Links in diesem Artikel:

  1. http://idw-online.de/de/news552465
  2. http://www.ko-fas.de
  3. http://www.uni-ulm.de/home2/presse/aktuelles-thema/autos-kommunizieren-mit-kreuzungen.html
  4. http://www.daimler.com/dccom/0-5-658451-49-1634028-1-0-0-0-0-1-8-7145-0-0-0-0-0-0-0.html
  5. http://www.bmwi.de/DE/Service/Veranstaltungen/dokumentationen,did%3D590560.html
  6. mailto:rh@ix.de