Ex-Tochter Paypal eilt Ebay im vierten Quartal 2015 davon
(Bild: dpa, Lukas Schulze)
Bis Mitte 2015 war Paypal der Umsatztreiber unter dem Dach des Ebay-Konzerns. Nach der Abspaltung punktet die Ex-Tochter mit starken Quartalszahlen bei Anlegern. Ebay gerÀt hingegen ohne den ehemaligen Erfolgsbringer ins Hintertreffen.
Ebay hat Anleger mit einem starken GewinnrĂŒckgang und einem trĂŒben GeschĂ€ftsausblick [1] enttĂ€uscht. Im vierten Quartal sank der Ăberschuss verglichen mit dem Vorjahreswert um mehr als die HĂ€lfte auf 477 Millionen US-Dollar (437 Millionen Euro), wie die Online-Handelsplattform am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Umsatz stagnierte zum Vorjahr bei 2,3 Milliarden Dollar.
Geringerer Umsatz bei Ebay
Obwohl die Ergebnisse im Rahmen der Markterwartungen lagen, fiel die Aktie nachbörslich um ĂŒber 10 Prozent. FĂŒr das laufende Quartal prognostizierte Ebay einen geringeren Umsatz und Gewinn als von Analysten angenommen. Auch der Ausblick auf das GeschĂ€ftsjahr 2016 fiel durchwachsen aus. Der Konzern leidet unter starker Konkurrenz durch Rivalen wie Amazon. Zudem belastet der starke Dollar, der Auslandseinnahmen nach Umrechnung in die US-WĂ€hrung schmĂ€lert.
Ebay-Chef Devin Wenig zeigte sich dennoch zufrieden: "Wir haben solide Ergebnisse im vierten Quartal geliefert und machen weiter Fortschritte". 2015 sei durch die Trennung von Paypal [2] ein auĂergewöhnliches Jahr gewesen. Die Tochter, die ĂŒber Jahre der Wachstumstreiber war, wurde im Sommer abgespalten und als eigenstĂ€ndige Gesellschaft an die Börse gebracht [3]. Investoren wie der einflussreiche Hedgefonds-Manager Carl Icahn hatten diesen Schritt gefordert.
Bei Paypal lief es besser
(Bild:Â Paypal)
Paypal verkraftete das zweite Quartal auf eigenen FĂŒĂen hingegen deutlich besser. Die Erlöse kletterten zum Jahresende um knapp 17 Prozent [4] verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreswert auf 2,6 Milliarden Dollar (2,4 Milliarden Euro), wie das Unternehmen mitteilte. Paypal erhöhte den Quartalsgewinn zum Vorjahr um 27 Prozent auf 443 Millionen Dollar. Die Zahl der aktiven Kundenkonten stieg zum Vorquartal um 6,6 Millionen auf 179 Millionen.
"Wir haben das GeschĂ€ftsjahr 2015 in groĂartiger Form beendet", kommentierte Paypal-Chef Dan Schulman die Zahlen. Die Prognosen der Analysten wurden mit dem Finanzbericht ĂŒbertroffen. Die Paypal-Aktie legte nachbörslich zunĂ€chst um mehr als fĂŒnf Prozent zu. Investoren erfreute neben den starken Zahlen auch die AnkĂŒndigung des Managements, eigene Aktien im Wert von bis zu zwei Milliarden Dollar zurĂŒckzukaufen. (kbe [5])
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[1] https://www.ebayinc.com/stories/news/ebay-inc-reports-fourth-quarter-and-full-year-2015-results/
[2] https://www.heise.de/news/eBay-und-Paypal-trennen-sich-am-17-Juli-2730547.html
[3] https://www.heise.de/news/Paypal-kehrt-an-die-Boerse-zurueck-und-eBay-schwaechelt-2753008.html
[4] https://www.paypal.com/us/webapps/mpp/about
[5] mailto:kbe@heise.de
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