Gameserver-Angebot wird wegen JugendschutzverschÀrfung eingestellt
Wegen der bevorstehenden VerschĂ€rfung des Jugendschutzgesetzes hat IP Entertainment angekĂŒndigt, ihr Gameserver-Hosting XG1 demnĂ€chst einzustellen.
Die bevorstehende VerschĂ€rfung [1] des Jugendschutzgesetzes wirft ihre ersten Schatten voraus: Aufgrund der neuen Gesetzgebung stellt die NĂŒrnberger IP Entertainment GmbH ihr Gameserver-Hosting XG1 [2] am 31. Juli 2008 ein. In einer Mitteilung an die Kunden erklĂ€rt das Unternehmen: "Vor dem Hintergrund eines anhaltend negativen politischen Umfeldes und anlĂ€sslich der weiter gehenden Diskussionen und GesetzesverschĂ€rfung sowie der damit verbundenen juristischen und wirtschaftlichen Unsicherheit fĂŒr solche Angebote bleibt als konsequenter Schritt lediglich die Leistungseinstellung des Dienstes."
XG1-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Timo Hilbertz erklĂ€rte, es machen keinen Sinn, "die Entwicklung und den E-Sport-Service in Deutschland weiter voranzutreiben". Das Risiko, als Anbieter eine SperrungsverfĂŒgung zu erhalten oder die Grundlage des Angebots entzogen zu bekommen, sei so groĂ, "dass wir unsere erheblichen Investitionen nicht mehr sichern können." Im GesprĂ€ch mit heise online ergĂ€nzte Christian Seitz, Vorstand bei der Muttergesellschaft IP Partner AG, dass ein weiteres Engagement in Deutschland nicht mehr in Frage komme. Stattdessen gebe es konkrete PlĂ€ne, das Gameserver-Hosting samt Personal in die benachbarte Schweiz umzuziehen, wo eine wesentlich weniger scharfe Jugendschutz-Gesetzeslage herrsche.
Entspannter sieht man die Lage etwa beim Berliner Hoster Strato, der ebenfalls Gameserver [3] fĂŒr so genannte "Killerspiele" im Programm hat. Man stelle lediglich die Plattform fĂŒr gemeinsame Spiele bereit, teilte Unternehmenssprecher Lars Gurow auf Nachfrage von heise online mit: "Um unsere Gameserver nutzen zu können, ist der Kauf einer Vollversion des jeweiligen Spiels erforderlich. Sollten Spiele einer AltersbeschrĂ€nkung unterliegen, geschieht die Altersverifikation also beim Kauf." Aufgrund der vielfĂ€ltigen im Markt angebotenen Spiele sei es "aus unserer Sicht nicht zielfĂŒhrend, alle Computer- und Netzwerkspiele pauschal gleichzusetzen und als 'Killerspiele' zu bezeichnen." (hob [4])
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[1] https://www.heise.de/news/Bundesrat-billigt-Verbot-von-Killerspielen-fuer-Jugendliche-214067.html
[2] http://www.xg1.de
[3] http://www.strato.de/games/index.html
[4] mailto:hob@ct.de
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