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Gnome 3.8 wird keinen Fallback-Modus mehr bieten

Liane M. Dubowy

Die Gnome-Entwickler haben entschieden, dass Gnome 3.8 keinen 2D-Fallback-Modus mehr anbieten soll. Dank Llvmpipe lÀuft die Gnome-Shell mittlerweile auch auf vielen Systemen ohne 3D-Grafiktreiber.

Wie die Gnome [1]-Entwickler entschieden haben [2], wird Gnome 3.8 keinen 2D-Fallback-Modus mehr anbieten, da die Gnome-Shell dank Llvmpipe mittlerweile auch auf vielen Systemen ohne 3D-Grafiktreiber lĂ€uft. Die Entscheidung kommt nicht unerwartet, schon seit einer Weile wird dies in Entwicklerkreisen diskutiert. Der Fallback-Modus kam auf Systemen zum Einsatz, deren Hardware nicht die fĂŒr Gnome 3 nötige 3D-Beschleunigung bereit stellen konnte. Solche Systeme nutzten einen 2D-Desktop, der dem alten Gnome 2 Ă€hnelt.

Laut den Gnome-Machern sei der Fallback-Modus nie als dauerhafte Lösung gedacht gewesen und biete nicht die gewĂŒnschte QualitĂ€t. Kaum jemand teste diesen Modus aktiv, er erhalte außerdem nur Bugfixes und keine neuen Features. Weitrere GrĂŒnde, die zu dieser Entscheidung gefĂŒhrt haben, sind auf einer Wiki-Seite [3] nachzulesen. Dort wird allerdings auch darauf hingewiesen, dass Llvmpipe nicht auf allen Prozessor-Architekturen und vermutlich auch nicht auf BSD-Derivaten wie OpenBSD funktioniere.

Das Gnome-Entwicklerteam bemĂŒhe sich nun, so Matthias Clasen, der die Entscheidung auf der Mailingliste bekannt gegeben hatte, den Übergang möglichst reibungslos zu gestalten. Das Hintergrund-Rendering soll komplett in die Gnome-Shell verlagert werden. Voraussichtlich werde Nautilus die FĂ€higkeit zum Desktop-Rendering verlieren, allerdings nicht notwendigerweise schon in Gnome 3.8. (lmd [4])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-1747651

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.gnome.org
[2] https://mail.gnome.org/archives/release-team/2012-November/msg00009.html
[3] https://live.gnome.org/ThreePointSeven/Features/DropOrFixFallbackMode
[4] mailto:lmd@heise.de