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Handel ruft nach schnellem Internet

Josef Sanktjohanser

(Bild: handelskongress.de (Archiv))

Zu hohe Energiekosten und mangelnde UnterstĂŒtzung durch den Staat im digitalen Wandel brachte der PrĂ€sident des Handelsverbands HDE, Josef Sanktjohanser, auf dessen Kongress in Berlin vor.

Der deutsche Einzelhandel sieht sich weiter auf Wachstumskurs, beklagt aber zu hohe Energiekosten und mangelnde UnterstĂŒtzung durch den Staat im digitalen Wandel. "Der Handel braucht mehr FreirĂ€ume fĂŒr Investitionen und weniger Regulierung", sagte der PrĂ€sident des Handelsverbands HDE, Josef Sanktjohanser, am Mittwoch auf dem Deutschen Handelskongress [1] in Berlin. Die Branche rechne in diesem Jahr mit einem Umsatzplus von 2,7 Prozent. "Das ist das stĂ€rkste Wachstum seit 20 Jahren."

Bei der Vernetzung des Einzelhandels in den InnenstĂ€dten mit dem Online-Handel brauchen die Unternehmen nach Worten Sanktjohansers "dringend mehr politische UnterstĂŒtzung". So mĂŒsse es beim Ausbau der Breitbandversorgung in Deutschland schneller vorangehen: "Wir brauchen zu lange, um eine wettbewerbsfĂ€hige flĂ€chendeckende digitale Infrastruktur aufzubauen."

Der VerbandsprĂ€sident kritisierte, der Handel werde bei den Energiekosten ĂŒberproportional belastet. Er stehe fĂŒr sechs Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland, mĂŒsse aber zehn Prozent der Förderkosten fĂŒr die erneuerbaren Energien bezahlen.

Die Parlamentarische StaatssekretĂ€rin im Bundeswirtschaftsministerium, Iris Gleicke (SPD), verteidigte die Kostenverteilung innerhalb der Wirtschaft. FĂŒr Industriebetriebe mĂŒsse es Ausnahmen geben, damit Deutschland als Industriestandort "nicht in die Knie" gehe. "Da hĂ€ngen auch viele ArbeitsplĂ€tze dran", von denen letztlich wieder der Einzelhandel profitiere. (anw [2])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-2924183

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.handelskongress.de
[2] mailto:anw@heise.de