Herausragende Fotos von Pop, Rock & Co.: Music:Box 0 Kommentare
FĂŒr immer fixiert und stĂ€ndig im Fluss: Fotografie und Musik gehorchen völlig unterschiedlichen Gesetzen. Und doch kann ein gutes Foto Musik erst richtig hörbar machen. Nach Photo:Box und Fashion:Box bringt der Kölner Dumont-Verlag mit Music:Box nun den dritten Band der noch noch jungen Fotobuch-Reihe auf den Markt.
Genesis live
(Bild:Â Dumont Verlag)
FĂŒr immer fixiert und stĂ€ndig im Fluss: Fotografie und Musik gehorchen völlig unterschiedlichen Gesetzen. Und doch kann ein gutes Foto Musik erst richtig hörbar machen.
Nach Photo:Box und Fashion:Box bringt der Kölner Dumont-Verlag mit Music:Box nun den dritten Band der noch jungen Fotobuch-Reihe auf den Markt. Wie ihre beiden VorgĂ€nger kommt auch die Music:Box mit 22 Ă 17 cm GröĂe eher kleinformatig, dank hohem Papiergewicht und guter DruckqualitĂ€t aber dennoch wertig daher. AuffĂ€llig und durchaus praktisch ist der reihentypische Magnetdeckel, der das Buch stabil verschlieĂt und so fĂŒr den namensgebenden "Box"-Charakter sorgt.
Music:Box zeigt rund 450 Bilder aus acht Jahrzehnten Musikgeschichte, darunter Ikonen wie das Photo des kindlich an Yoko Ono geschmiegten John Lennon. Das Gros der Bilder stammt aus den letzten 50 Jahren, mit Schwerpunkten in den Achtzigern und Neunzigern. Alle wichtigen Genres sind vertreten, einzig die Klassik findet in der Music:Box keinen nennenswerten Raum. Unter den fotografierten KĂŒnstlern sind Jazz-Legenden wie Louis Armstrong und Chansoniers wie Yves Montand, auĂerdem das Who-is-Who der Pop- und Rockszene. Darunter natĂŒrlich die Beatles, ebenso die Stones, Pink Floyd, Genesis, U2, Madonna, Eminem, die Sex Pistols, Amy Winehouse, Jim Morrisson und selbstverstĂ€ndlich der King of Rock'n'Roll.
Die weitlÀufige Auswahl, manchen Lesern anfangs vielleicht zu beliebig, erweist sich auf Dauer als StÀrke des Bildbands. Paradoxerweise öffnet gerade der im Bild eingefrorene Moment einen besonderen Zugang zur Kraft und Dynamik der Musik. Wer in der Music:Box blÀttert und sich dabei etwas Zeit nimmt, könnte manches in schon oft gehörter Musik plötzlich neu entdecken, besser verstehen oder einfach intensiver wahrnehmen.
Gelungen ist auch die Themenauswahl der insgesamt elf Kapitel. Ein Kapitel etwa widmet sich ganz dem Umgang der KĂŒnstler mit ihrer Gitarre. Was könnte die Emotion des Augenblicks stĂ€rker transportieren, die Musik in der Phantasie des Betrachters besser hörbar machen, als das nach wie vor wohl wichtigste Werkzeug populĂ€rer Musik? Dass die Music:Box innerhalb der Bildstrecken begleitende Texte nur sparsam einstreut, erweist sich dabei als Vorteil. Die fast immer exzellenten Aufnahmen entfalten ihre Wirkung auch ohne die UnterstĂŒtzung erklĂ€render Worte.
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Music:Box Gino Castaldo Dumont Verlag [1] 400 Seiten, ca. 450 farbige Abbildungen Text: deutsch 22 Ă 17 cm 29,95 Euro ISBN 978-3-8321-9402-4 |
(tho [2])
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