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Merkel will Breitbandtechnologie stÀrken

Die CDU/CSU-Kanzlerkandidatin beklagte, dass in Deutschland der Anteil an der Wertschöpfung und den ArbeitsplÀtzen in der IT-Branche im weltweiten Vergleich noch zu gering sei.

CDU/CSU-Kanzlerkandidatin Angela Merkel will sich im Fall eines Regierungswechsels fĂŒr eine verbesserte Nutzung der Breitbandtechnologie in Deutschland einsetzen. "Aus dieser Technologie sind erhebliche ZuwĂ€chse zu erwarten", sagte die CDU- Chefin am heutigen Dienstag zur Eröffnung des Deutschen Multimedia Kongresses [1] in Berlin. Besonders im lĂ€ndlichen Bereich sei es wichtig, die Technologie zu fördern. Außerdem mĂŒssten noch deutlich mehr Deutsche Zugang zum Netz haben.

Merkel beklagte zudem, dass in Deutschland, wo Konrad Zuse einst den ersten Computer baute, der Anteil an der Wertschöpfung und den ArbeitsplÀtzen in der IT-Branche im weltweiten Vergleich noch zu gering sei. Die digitale Wirtschaft bezeichnete sie als "absolute Wachstumsbranche", bei der das Miteinander von Politik und Wirtschaft besonders wichtig sei.

Nach Worten des PrÀsidenten des Bundesverbands digitale Wirtschaft [2], Arndt Groth, boomt die Branche des elektronischen Handels. Derzeit haben laut Groth etwa 60 Prozent der Bevölkerung Zugang zum Internet, die durchschnittliche Nutzung der neuen Medien liege bei 60 Minuten am Tag. Rund eine Million Deutsche arbeiten im Bereich Internet, IT und Software.

Bei dem zweitĂ€gigen Kongress in der Landesvertretung Baden-WĂŒrttemberg geht es um Perspektiven und Trends in der interaktiven Branche. Zu den GĂ€sten und Referenten gehören Vertreter von Unternehmen wie Yahoo, Expedia, Google und Kelkoo. Abends steht die Preisverleihung des Deutschen Multimedia Awards auf dem Programm. Ein Schwerpunktthema ist auch die Konsumentengruppe der Internetnutzer, die Ă€lter als 50 Jahre sind. "Ich habe gelernt, dass ich jetzt auch zu den 'Silver Surfern' gehöre", sagte Merkel, die im Juli 51 wird, unter dem GelĂ€chter des Publikums. Das sei ehrenvoll. Sie sei immer wieder entsetzt, dass die gesamte Werbewirtschaft die Kunden ĂŒber 50 nicht mehr ernst nehme. (dpa) / (jk [3])


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https://www.heise.de/-111806

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.dmmk.de
[2] http://www.bvdw.org/
[3] mailto:jk@heise.de