Microsoft und die Hacker
Microsoft möchte engeren Kontakt zur Security-Szene und deshalb zweimal jÀhrlich die "Blue Hat"-Konferenz abhalten -- eine Anspielung auf die gerade zu Ende gegangene Sicherheitskonferenz Black Hat in den USA.
Microsoft möchte engeren Kontakt zur Security-Szene und deshalb zweimal jĂ€hrlich die "Blue Hat"-Konferenz abhalten. Der Softwareriese lĂ€dt sich in Anlehnung an die Sicherheitskonferenz Black Hat [1] Sicherheitsexperten ein, die VortrĂ€ge zu SicherheitslĂŒcken in den Microsoft-Produkten halten. Ziel der Veranstaltung sei es, weniger anfĂ€llige Programme zu erstellen, zitieren amerikanische Medien Stephen Toulouse, einen Manager des Microsoft-Sicherheits-Programms.
Im MĂ€rz dieses Jahres hielt der Softwaregigant die erste Blue Hat ab. "Das war fĂŒr unsere Entwickler von groĂem Nutzen", so Toulouse. Die FĂŒhrungskrĂ€fte und Entwickler bekĂ€men einen anderen Blickwinkel auf die Produktsicherheit. "Es wird einem vorgefĂŒhrt, wie die Technik, die man entwickelt hat, missbraucht wird. Dadurch erlangt man ein viel tieferes VerstĂ€ndnis."
Die Blue Hat soll sich dabei nicht nur auf die Windows-Betriebssysteme beschrĂ€nken, Interesse zeigten beispielsweise auch die Office- und MSN-Programmierer-Teams bei Microsoft. Auch unabhĂ€ngige Sicherheitsexperten hĂ€tten auf der Black Hat ihren Teilnahmewunsch gegenĂŒber den Redmondern geĂ€uĂert.
Ein weiterer Bonus fĂŒr Microsoft: Die eingeladenen Hacker lassen sich durch diesen intensiven Kontakt auf die "Responsible Disclosure"-Politik des Unternehmens einschwören. Dies bedeutet, dass nach der Entdeckung einer LĂŒcke diese dem Hersteller gemeldet wird; auĂerdem erhĂ€lt der Softwareproduzent Zeit zum Fixen des Fehlers. Erst nach VerfĂŒgbarkeit von Patches soll eine vollstĂ€ndige Offenlegung der LĂŒcke stattfinden. (dmk [2])
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