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NSA-AffÀre: Schweiz baut kritische IT-Infrastruktur lieber selbst

Tom Sperlich

Wenn möglich will die Schweizer Regierung selbst fĂŒr kritische Infrastrukturen wie Kommunikationsnetze der Verwaltung sorgen. AuftrĂ€ge sollen darĂŒber hinaus möglichst nicht an auslĂ€ndische Unternehmen vergeben werden.

Die Schweizer Regierung will Arbeiten an besonders kritischer IT-Infrastruktur der Bundesverwaltung aus sicherheitspolitischen GrĂŒnden kĂŒnftig selbst ausfĂŒhren [1] oder ausschließlich an Schweizer Unternehmen vergeben. Das ist eine Konsequenz aus der NSA-AbhöraffĂ€re, die im Dezember auch die Schweiz aufgescheucht hatte. Die schweizerische Bundesanwaltschaft hatte mit Billigung der Regierung Ende 2013 ein Strafverfahren [2] gegen Unbekannt wegen "verbotener Handlungen fĂŒr einen fremden Staat" eröffnet.

Angesichts der Erkenntnisse ĂŒber die Ausforschung elektronischer Daten durch auslĂ€ndische Nachrichtendienste hat der Bundesrat eine Untersuchung eingeleitet, um die Bedrohungslage der IT der Bundesverwaltung zu analysieren. Als ein erstes Ergebnis setzt die Schweizer Regierung wenn möglich auf Betriebsleistungen einheimischer Anbieter.

Es geht dem Bundesrat in erster Linie um informationstechnische Infrastrukturen des Bundes, bei denen Vertraulichkeit eine Rolle spielt, unter anderem Telefone, Handys, Computer und Netzwerke, sowie militÀrische Anlagen. Aktuell nicht direkt betroffen ist nach Auskunft eines Regierungssprechers die Softwareentwicklung, doch gebe es auch hier heikle Schnittstellen zur Infrastruktur. Auch bei den Netzwerken betrachte man die Situation kritisch.

Betriebsleistungen sollen nur an Unternehmen vergeben werden, die ausschließlich unter Schweizer Recht handeln, sich zur Mehrheit in Schweizer Eigentum befinden und ihre Leistung gesamtheitlich innerhalb der Schweizer Landesgrenzen erzeugen, heißt es in der Mitteilung des Bundesrats. Die Regierung ist sich allerdings auch bewusst, dass nicht fĂŒr alle Lösungen ein Schweizer Anbieter zur VerfĂŒgung steht. Muss auf einen auslĂ€ndischen Anbieter zurĂŒckgegriffen werden, soll die Sicherheit vertraglich gewĂ€hrleistet werden. (vbr [3])


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https://www.heise.de/-2106968

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  1. http://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&msg-id=51911
  2. https://www.heise.de/news/Gruenes-Licht-fuer-Ermittlungen-gegen-Geheimdienste-in-der-Schweiz-2062370.html
  3. mailto:vbr@heise.de