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Niedersachsen: Schnelles Internet in lÀndlichen Gebieten in Sicht

"Nach wie vor sind noch immer Hunderttausende Haushalte vom schnellen Internet abgeschnitten", betonte Derek Meier vom Breitband Kompetenz Zentrum Niedersachsen. Neben den lÀndlichen Gebieten gebe es selbst in Vororten von Ballungszentren noch Probleme.

Breitbandkataster Niedersachsen

Der gegenwÀrtige Stand des Breitbandkatasters Niedersachsen

(Bild: Breitband Kompetenz Zentrum)

Das schnelle Internet nimmt fĂŒr bisher von dieser Technik abgeschnittene Haushalte in lĂ€ndlichen Gebieten Niedersachsens Konturen an. Ein Jahr nach der ersten Befragung von betroffenen Haushalten liege fĂŒr den Landkreis Osterholz ein Kostenmodell vor, sagte Derek Meier vom Breitband Kompetenz Zentrum Niedersachsen [1] in Osterholz-Scharmbeck in einem GesprĂ€ch mit dpa. Das vom Wirtschaftsministerium und vom Landkreis Osterholz finanzierte Zentrum organisiert den Dialog zwischen Kommunen und Unternehmen mit Internet-Anbietern. Wann die Breitbandversorgung in Osterholz geschaltet wird, sei aber noch unklar.

Auch in vielen anderen Landkreisen seien die Befragungen bereits abgeschlossen, erlĂ€uterte Meier. Nun gelte es die Abschlussberichte zu analysieren und mit Ingenieuren zu planen, was in diesen Gebieten möglich sei. Vor allem die Landkreise Rotenburg/WĂŒmme, Harburg, LĂŒchow-Dannenberg, LĂŒneburg, Göttingen, Cuxhaven und Celle stehen dem Experten zufolge in den Startlöchern.

"Nach wie vor sind aber noch immer Hunderttausende Haushalte vom schnellen Internet abgeschnitten", betonte Meier. Neben den lÀndlichen Gebieten gebe es selbst in Vororten von Ballungszentren noch Probleme mit einem leistungsstarken System. In dieser Woche startet die Befragung im Landkreis Hameln-Pyrmont, um den dortigen Bedarf an der DSL-Breitbandversorgung zu ermitteln.

Eher selten könne ein direktes GesprĂ€ch mit den Anbietern zum Erfolg fĂŒhren, weil die Anzahl der zu erwartenden Nutzer oftmals zu gering sei. "Erfolgversprechender ist es, wenn die Gemeinden aufgrund der erhobenen Daten die Vergabe der AuftrĂ€ge öffentlich ausschreiben", betonte Meier.

In der vergangenen Woche hatte das Bundesverbraucherministerium den LĂ€ndern mangelnden Elan [2] beim Ausbau der Versorgung mit schnellen Internet-AnschlĂŒssen vorgeworfen. Dies hatte Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister zurĂŒckgewiesen [3]: In Berlin wisse man nicht, wo die tatsĂ€chlichen Probleme lĂ€gen. Zuvor hatte sich die Bundesregierung bereits Kritik von der EU eingehandelt [4]: Im 14. Bericht zum "Stand des EuropĂ€ischen Binnenmarktes der Elektronischen Kommunikation" liegt Deutschland mit einem Bevölkerungsanteil von 27,5 Prozent, der Breitband-Internet nutzen kann, zwar deutlich ĂŒber dem EU-Schnitt von 22,9 Prozent, dennoch reicht es nur zu Platz 9. "Deutschland spielt hier nicht die Rolle einer Lokomotive. Von der grĂ¶ĂŸten EU-Volkswirtschaft wĂŒrde ich mehr erwarten", sagte die fĂŒr Medien, Telekommunikation und Informationsgesellschaft zustĂ€ndige Kommissarin Viviane Reding.

(André Jahnke, dpa) / (jk [5])


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  1. http://www.breitband-niedersachsen.de/
  2. https://www.heise.de/news/Bund-kritisiert-Breitband-Ausbau-in-den-Laendern-209436.html
  3. https://www.heise.de/news/Mecklenburg-Vorpommern-weist-Kritik-an-Umgang-mit-Breitbandversorgung-zurueck-209759.html
  4. https://www.heise.de/news/EU-Kommissarin-Deutschland-ist-beim-Breitband-Internet-keine-Lokomotive-209308.html
  5. mailto:jk@heise.de