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Nvidias Linux-Treiber legen FSC-Notebook Celsius H270 lahm

Thorsten Leemhuis

Eine neue Version von Nvidias proprietÀren Linux-Treibern beseitigt ein "Interaktionsproblem", durch das das Celsius H270 von Fujitsu Technology Solutions/Fujitsu-Siemens (FSC) unbenutzbar werden kann.

Nvidia hat die Version 180.51 der proprietĂ€ren Grafiktreiber [1] fĂŒr Linux veröffentlicht. Parallel hat Nvidia-Mitarbeiter Andy Ritger in einem Eintrag [2] in den Linux-Foren von nvnews [3] allen Besitzern des Fujitsu Technology Solutions/Fujitsu-Siemens (FSC) Notebooks Celsius H270 [4] zum Wechsel auf die neuen Treiber aufgefordert, da sie ein "Interaktionsproblem" beseitigen, das die Extended Display Identification Data (EDID) im Flash-Chip des Notebook-Displays löscht. Dadurch kann das BIOS bei spĂ€teren Starts nicht mehr feststellen, was fĂŒr ein Display im Notebook verbaut wurde. Der Notebook zeigt daher nicht einmal mehr die Ausgaben des POST (Power-On Self-Test [5]) an und bricht den Startvorgang sogar ab.

Bekannt wurde das Problem vor ĂŒber einem Monat im Bug-Tracker [6] des RPM-Fusion-Projekts [7], dass Nvidias Grafiktreiber und andere Software als auf aktuelle Versionen der Linux-Distribution Fedora [8] abgestimmte RPM-Pakete anbietet. Im Bug-Tracker finden sich auch weitere Informationen zum Problem, das ein Kunde gefunden hatte und sich im Fujitsu-Testlabor mit Celsius-H270-Notebooks reproduzieren ließ, die ein WUXGA-Display und eine FX770M-GPU besitzen.

Fujitsu kontaktierte daraufhin Nvidia, die sich des Problems annahmen; bereits mit der Beta-Version 180.48 soll das auch unter OpenSuse reproduzierbare Problem nicht mehr auftreten. Die Debian 5.0 beiliegenden Nvidia-Treiber in der Version 173.14-09 sollen laut Fujitsu nicht betroffen sein.

Die EDID-Informationen kann Fujitsu mit einem Programm neu einspielen; Kunden, die von dem Problem betroffen sind, sollen sich laut der Nvidia-Mitteilung an den Support von Fujitsu Technology Solutions wenden.

Neben der Korrektur fĂŒr das "Interaktionsproblem" bringt die neue Version der Nvidia-Treiber zahlreiche weitere Neuerungen wie die UnterstĂŒtzung fĂŒr die Grafikkartenmodelle GeForce 9400 GT, 9600 GSO 512, GT 130, GT 140 und GTS 250. Mit Neuerungen rund um AMD- und Intel-Grafiktreiber fĂŒr Linux hat sich kĂŒrzlich das Kernel-Log [9] auf heise open [10] beschĂ€ftigt:

(thl [12])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-214654

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.nvidia.com/object/unix.html
[2] http://www.nvnews.net/vbulletin/showthread.php?t=131849
[3] http://www.nvnews.net/vbulletin/forumdisplay.php?f=14
[4] http://docs.fujitsu-siemens.com/dl.aspx?id=0d23742b-0900-4dc2-96cb-cfb46f8ab92a
[5] http://en.wikipedia.org/wiki/Power-on_self-test
[6] https://bugzilla.rpmfusion.org/show_bug.cgi?id=433
[7] http://rpmfusion.org
[8] http://fedoraproject.org
[9] http://www.heise.de/glossar/entry/Kernel-Log-397909.html
[10] http://www.heise.de/open/
[11] https://www.heise.de/hintergrund/Kernel-Log-3D-Unterstuetzung-fuer-neue-Radeon-neue-Intel-Treiber-221805.html
[12] mailto:thl@ct.de