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Open Source Initiative lÀsst sich bei Reformen helfen

Alexander Neumann

Die Open Source Initiative, HĂŒterin der Open Source Definition, holt diverse Open-Source-Communitys ins Boot, um den Prozess hin zu einer mehr von Mitgliedern getragenen Gesellschaft durchzufĂŒhren.

Simon Phipps, Vorstandsmitglied der Open Source Initiative (OSI [1]), hat auf der FOSDEM [2]-Konferenz in BrĂŒssel vorgeschlagen, dass in der OSI engagierte Open-Source-Communitys dabei helfen, die HĂŒterin der Open Source Definition [3] umzustrukturieren. Sie soll von einer Organisation, bei der der Vorstand selbst seine Mitglieder bestimmt, in eine womöglich mehr von Mitgliedern getragene Gesellschaft umwandelt werden. Die in Phipps' PrĂ€sentation auf der FOSDEM [4]-Konferenz genannten Open-Source-Organisationen sind Apache Software Foundation, Creative Commons, Drupal, Eclipse Foundation, FreeBSD, Joomla (via Open Source Matters), KDE, Linux Foundation, Mozilla Foundation, Plone, Sahana und Wikiotics. Eine offizielle AnkĂŒndigung ist fĂŒr die nĂ€chsten Tagen angedacht. [Update:] Die AnkĂŒndigung [5] ist mittlerweile erfolgt.[/Update]

In einem ersten Schritt sollen Vertreter der involvierten Parteien zusammenkommen, um eine gemeinsame Vereinbarung zur Zusammenarbeit mit der Open Source Initiative zu erstellen. Danach wird der Vorstand die RatschlĂ€ge der involvierten Communitys beachten und ihnen nachzukommen versuchen. Ziel der BemĂŒhungen ist es, eine Übergangsphase zu schaffen auf dem Weg dahin, die Organisation womöglich ab 2013, mit Sicherheit aber ab 2014 unter neuen Statuten operieren zu lassen. Die VerĂ€nderung wird auch dadurch deutlich, dass im MĂ€rz drei Vorstandsposten frei werden, und die OSI darauf hofft, dass die nun stĂ€rker involvierten Parteien als Teil der Neugestaltung der Organisationsstruktur Kandidaten ins Rennen schicken.

Die OSI erwĂ€gt zudem, in Zukunft auch "natĂŒrlichen" Person eine Mitgliedschaft zu ermöglichen, damit sich diese in die OSI einbringen können. Im Rahmen einer anonymen Umfrage [6] versucht die OSI herauszufinden, ob Interesse an so etwas besteht, wie eine Mitgliederstruktur aussehen könnte und welche Leistungen die Organisation seinen Mitgliedern bieten könnte.

Die OSI versucht schon seit geraumer Zeit, sich zu reorganisieren, doch sind die damit einhergehenden Versuche bislang im Sand verlaufen. Phipps, der seit MĂ€rz 2010 [7] Mitglied des Vorstands ist, hatte auf die Personalwechsel schon zu einem frĂŒheren Zeitpunkt [8] hingewiesen und damit verbunden die Absicht erklĂ€rt, dass die Organisation wĂŒnsche, offener fĂŒr EinflĂŒsse von außen zu werden. (ane [9])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-1429000

Links in diesem Artikel:
[1] http://opensource.org/
[2] http://fosdem.org/
[3] http://www.opensource.org/osd.html
[4] http://fosdem.org/
[5] http://www.opensource.org/node/604
[6] http://osi2012.limequery.com/23354/lang-en
[7] https://www.heise.de/news/Simon-Phipps-zum-OSI-Direktor-gewaehlt-952483.html
[8] https://www.heise.de/news/Neue-Plaene-fuer-die-Open-Source-Initiative-1021520.html
[9] mailto:ane@heise.de