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Protest gegen Internetzensur: Zehn blockierte Webseiten wieder zugÀnglich

Andreas Wilkens
Journalisten protestieren gegen Internetzensur: 9 blockierte Webseiten wirder zugÀnglich

ROG will die Zensur in elf LĂ€ndern umgehen.

(Bild: ROG)

Die Journalistenvereinigung Reporter ohne Grenzen stellt anlÀsslich des Welttags gegen Internetzensur zehn Webseiten wieder bereit, die in elf LÀndern gesperrt werden.

Die Journalistenvereinigung Reporter ohne Grenzen (ROG) bringt zehn Webseiten in Staaten mit Internet-Zensur wieder ins Netz [1]. Die Nachrichtenseiten und Blogs berichten ĂŒber LĂ€nder wie China, Russland und Turkmenistan. Sie sind teilweise in mehreren LĂ€ndern blockiert, sodass dortige Nutzer nicht auf die Berichte zugreifen können. Die Journalistenvereinigung will mit der Aktion am Welttag gegen Internetzensur am heutigen Donnerstag ein Zeichen fĂŒr Meinungsfreiheit setzen.

Reporter ohne Grenzen kopierte die Seiten und legte sie in der Cloud großer Server-Anbieter wie Amazon, Google und Microsoft ab. Die Webseiten ließen sich jetzt nur noch sperren, indem die gesamte Cloud blockiert wird, schildert ROG [2]. So will die Organisation verhindern, dass die gespiegelte Variante der Webseiten gleich wieder von Zensoren vom Netz genommen wird.

Zu den Webseiten, die ROG wieder ans Netz gebracht hat, gehört das unabhĂ€ngige Nachrichtenportal Grani.ru in Russland, das kurz nach Ausbruch des Konflikts mit der Ukraine im MĂ€rz 2014 gesperrt wurde. Dazu kommen die Mingjing News aus Kanada und die Tibet Post International aus dem indischen Dharamsala, die in China blockiert werden. Entsperrt hat ROG auch die unabhĂ€ngige Webseite Bahrain Mirror, die 2011 auf dem Höhepunkt der regierungskritischen Proteste in Bahrain gegrĂŒndet und schon einen Monat spĂ€ter von den Behörden blockiert wurde. Auch das in Kasachstan, Usbekistan und Turkmenistan blockierte Nachrichtenportal Fergana News wurde entsperrt. (anw [3])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-2573395

Links in diesem Artikel:
[1] http://12mars.rsf.org/2015-en/#sites
[2] https://www.reporter-ohne-grenzen.de/feinde_internet/2015/
[3] mailto:anw@heise.de