zurück zum Artikel

Sammelklagen gegen Apple wegen "iPhone-Monopol"

Ben Schwan

(Bild: Wirestock Images/Shutterstock.com)

Nicht nur gegen das US-Justizministerium, das ein Kartellverfahren angestrengt hat, muss sich Apple wehren. Auch erste Kunden tun sich ĂŒber AnwĂ€lte zusammen.

Nach der vom US-Justizministerium eingereichte Monopolklage [1] gegen Apple haben sich nun auch PrivatklÀger zusammengefunden, um gegen den iPhone-Hersteller vorzugehen. Mindestens drei mögliche Sammelklagen sollen in Kalifornien und New Jersey eingereicht worden sein, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Sie wollen jeweils Millionen von Apple-Kunden reprÀsentieren [2], die sich vom möglicherweise wettbewerbsfeindlichem Vorgehen des Konzerns um ihr Geld gebracht sehen.

Die AnwĂ€lte, die die Klagen eingereicht haben, waren zum Teil schon in der Vergangenheit erfolgreich. So gelang es der Firma Hagens Berman, insgesamt 550 Millionen US-Dollar im Rahmen mehrerer außergerichtlicher Einigungen von Apple zu beziehen, in denen es um E-Book-Preise und bestimmte App-Store-Regelungen ging. Nun geht es in einer neuen Klage um Apple Pay und Apple darin bislang nicht vorhandene Möglichkeit der Einbindung konkurrierender Zahlungssysteme (was in Europa [3] demnĂ€chst aber möglich sein wird).

In weiteren Klagen geht es um Apples geschlossenes Instant-Messaging-System iMessage sowie weitere Elemente des Smartphone-GeschĂ€fts des Konzerns. Schon jetzt laufen weitere Klagen, darunter ein privates Monopolverfahren aufgrund möglicher MarktverstĂ¶ĂŸe im Bereich iPhone-Apps. Apple weist die bisherigen Klagen zurĂŒck und will sich energisch verteidigen, kommentierte die drei neuen Verfahren aber zunĂ€chst nicht.

Das grĂ¶ĂŸte Verfahren bleibt aber das Vorgehen des US-Justizministeriums [4], das zusammen mit 16 US-Bundesstaaten Klage eingereicht hat. Das U.S. Department of Justice (DoJ) wirft Apple ein "illegales Smartphone-Monopol" vor sowie eine "dauerhaft illegale Verhaltensweise" durch Missbrauch seiner Marktmacht.

Apple soll unter anderem "Super Apps" wie WeChat verunmöglichen, Cloud-Gaming-Dienste verbieten, Messaging in Richtung Android beschneiden, Smartwatch-Modelle von Drittanbietern mit dem iPhone schlecht(er) unterstĂŒtzen und Digitale Wallets nicht freigiebig zulassen, dabei gleichzeitig Apple Pay bevorzugen.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (heise Preisvergleich) ĂŒbermittelt werden. Mehr dazu in unserer DatenschutzerklĂ€rung [5].

Mehr von Mac & i Mehr von Mac & i [6]

(bsc [7])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-9666166

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/news/Illegales-Smartphone-Monopol-US-Regierung-zerrt-Apple-vor-Gericht-9662409.html
  2. https://www.reuters.com/technology/consumers-sue-apple-taking-page-us-justice-department-lawsuit-2024-03-25/
  3. https://www.heise.de/news/Apple-muss-iPhone-NFC-oeffnen-Volksbanken-winken-mit-der-Girocard-9613681.html
  4. https://www.heise.de/news/Apple-Monopolklage-durch-US-Justizminsterium-steht-bevor-9661177.html
  5. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  6. https://www.heise.de/mac-and-i
  7. mailto:bsc@heise.de