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Smartbikes: Die Smartphonisierung des Fahrrades

Lutz Labs
Die Smartphonisierung des Fahrrades

Eine Smartphone-Halterung am Fahrrad sieht man immer hĂ€ufiger, doch das alte Stahlross lĂ€sst sich mit weit mehr Technik ausrĂŒsten. Ein Überblick ĂŒber aktuelle Entwicklungen von der Berliner Fahrradschau.

GPS-Navigation sowie Geschwindigkeits- und TrittfrequenzzĂ€hler sind fast schon Standard bei vielen Radlern. Auf der Berliner Fahrradschau am vergangenen Wochenende zeigten einige Hersteller weit mehr Möglichkeiten, das Fahrrad zu einem Smartbike aufzurĂŒsten. Als Grundlage dient dazu immer hĂ€ufiger ein E-Bike – meistens ein Pedelec, also ein Fahrrad, dessen Motor bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h UnterstĂŒtzung bietet.

Das Frankfurter Unternehmen cobi stellte erneut sein gleichnamiges System vor, das aus einem klassischen Fahrrad ein Smartbike macht. Ende Mai, verspricht cobi, werden die ersten GerÀte ausgeliefert. Der Prototyp machte einen funktionsfÀhigen Eindruck, wie uns ein Mitarbeiter am Stand demonstrierte.

Der Berliner Fahrradhersteller Schindelhauer will im SpĂ€tsommer das Modell Jacob herausbringen, an das bereits ein cobi montiert ist. FirmengrĂŒnder Andreas Gahlert rechnet mit 300 bis 400 VerkĂ€ufen im kommenden Jahr.

GPS und auch eine Verbindung ĂŒber ein 3G-Netzwerk kommen immer mehr in Mode. Die bis zu 45 km/h schnellen Pedelecs der schweizerischen myStromer AG erhalten darĂŒber etwa Software-Updates oder informieren den Fahrer, dass er sich aufgrund anderer Probleme an seine Werkstatt wenden sollte.

VanMoof, ein niederlĂ€ndischer Hersteller, prĂ€sentierte sein Electrified S – ein E-Bike, das gar nicht nach E-Bike aussieht. Der 250-Watt-Motor sitzt im Vorderrad, die Akkus verschwinden im Rahmen. Das Steckschloss lĂ€sst sich per Bluetooth oder mitgelieferter Fernbedienung öffnen, auf Wunsch sendet das Fahrrad eine SMS mit seinem Standort. Der 3G-Service lĂ€uft weltweit und zunĂ€chst zwei Jahre, zu den dann anfallenden Kosten konnte der UnternehmensgrĂŒnder noch keine Angaben machen.

E-Bikes haben noch andere Vorteile. Kalkhoff nutzt den Motor etwa fĂŒr eine konstante Pulsfrequenz des Fahrers: Auf ebener Strecke muss er etwas mehr strampeln, bei Steigungen steigt die UnterstĂŒtzung durch den Motor automatisch.

Smartbikes auf der Beliner Fahrradschau 2016 (0 Bilder) [1]

[2]

Gleich zwei Unternehmen wollen Radfahrer dazu bringen, ihr privates Fahrrad an andere zu vermieten. Bei List'n'Ride [3] und upperbike bikesharing [4] kann man es in einer Datenbank eintragen und dann hoffen, dass jemand es mieten möchte. Bislang sind beide Datenbanken noch recht leer, in Hannover etwa findet sich nicht ein einziges Angebot.

Gegen ungewolltes Bike-Sharing ist FahrradjĂ€ger [5]. Im November will das Unternehmen eine insect genannte Hardware auf den Markt bringen, die sich per Bluetooth mit dem Smartphone des Besitzers verbindet. Kommt das Rad abhanden, soll die Crowd den Standort bestimmen: Jeder Nutzer der App empfĂ€ngt die Signale des insect und teilt dem Besitzer daraufhin den ungefĂ€hren Standort mit. Etwa 330 33 Teilnehmer pro Quadratkilometer wĂ€ren nach Unternehmensangaben fĂŒr eine flĂ€chendeckende Überwachung notwendig.

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(ll [7])


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[3] http://www.listnride.com/de/
[4] https://upperbike.com
[5] https://fahrradjaeger.de/
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