SonnenwÀrmekraftwerk Ivanpah: Solargigant geht erstmals ans Netz
Das gröĂte SonnenwĂ€rmekraftwerk der Welt steht in Invanpah in Kalifornien. Ob die gewaltigen Baukosten von 2,2 Milliarden Dollar gut angelegt sind, muss sich noch zeigen.
Brightsource Energy hat das gröĂte SonnenwĂ€rmekraftwerk des Planeten fertiggestellt, berichtet [1] Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Die Anlage im kalifornischen Ivanpah ging vor kurzem probehalber ans Netz. 2,2 Milliarden US-Dollar hat die Thermieanlage gekostet, 1,6 Milliarden davon stammen aus Darlehen des US-Energieministeriums (Department of Energy, DoE).
(Bild:Â Brightsource Energy)
In dem Kraftwerk bĂŒndeln 200.000 Spiegel einfallendes Sonnenlicht auf einen Turm, in dessen Spitze Wasser verdampft wird, um Turbinen anzutreiben. So soll eine Leistung von 392 Megawatt erreicht werden. Ende September hat der Betreiber Brightsource Energy erste Livetests vorgenommen â die Anlage wird allerdings erst Ende des Jahres offiziell fertiggestellt sein. Die Bilder von Ivanpah stimmen durchaus zuversichtlich, dass die USA doch noch in der Lage sind, technische GroĂprojekte zu stemmen, meinen Beobachter.
So beeindruckend das Projekt ist, lĂ€sst sich noch nicht absehen, ob es in einigen Jahrzehnten als Mahnmal der Verschwendung von Regierungsgeldern gelten wird oder als wichtiger Meilenstein einer amerikanischen Energiewende. Betrachtet man die Stromgestehungskosten der Anlage, sind die Aussichten nicht so berauschend: Die Kosten pro Kilowattstunde werden fĂŒr den solarthermischen Strom ĂŒber die gesamte Lebensdauer des Kraftwerks deutlich ĂŒber den Kosten von fossil erzeugtem Strom liegen.
Eine Erfolgsaussicht gibt es jedoch: Die Solarthermie ist die einzige Form der Solarenergie-Gewinnung, die rund um die Uhr laufen kann. Die tagsĂŒber von den Brennspiegeln eingefangene Hitze kann nĂ€mlich relativ kostengĂŒnstig in Form geschmolzenen Salzes fĂŒr die Nacht gespeichert werden. Funktioniert dies zuverlĂ€ssig, könnte die Solarthermie die ProduktionslĂŒcken ausgleichen, die vor allem nachts bei der Photovoltaik, bei Flauten aber auch bei der Windenergie klafft.
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(bsc [3])
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