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Sony bestÀtigt 10.000 Entlassungen

Andreas Wilkens

Der japanische Elektronikkonzern hat PlÀne bekannt gegeben, wie er sich umstrukturieren will, um in den kommenden drei Jahren den Umsatz um mehr als ein Drittel zu steigern.

Sony hat Berichte [1] bestĂ€tigt, in diesem Jahr 10.000 Mitarbeiter entlassen zu wollen. Das geht aus einer Mitteilung [2] des Unternehmens zu der geplanten Restrukturierung hervor. Die Kosten dafĂŒr veranschlagt Sony fĂŒr das laufende Jahr auf 75 Milliarden Yen (705 Millionen Euro).

Der japanische Elektronikkonzern hat vor Kurzem prognostiziert [3], dass der Verlust im vergangenen GeschĂ€ftsjahr noch höher ausfallen werde als zuvor schon befĂŒrchtet. Um das Ruder herumzureißen, hat der seit 1. April amtierende neue Sony-Chef Kazuo Hirai einen FĂŒnf-Punkte-Plan vorgelegt. Demnach soll sich Sony auf seine KerngeschĂ€fte konzentrieren, das FernsehgeschĂ€ft auf Vordermann bringen, sich verstĂ€rkt in aufstrebenden MĂ€rkten tummeln, neue GeschĂ€ftsfelder schaffen sowie die bestehenden Strukturen umbauen und Ressourcen optimieren.

Unter den letztgenannten Punkt fallen die Stellenstreichungen. Zu den KerngeschĂ€ften zĂ€hlt Hirai die Sparten Digital Imaging, Game und Mobile. Sony werde die Entwicklung von Bildsensoren, Signalprozessoren, Linsen und anderen Komponenten vorantreiben. Die Mobilsparte hatte sich Sony im Februar einverleibt, nachdem es den 50-Prozent-Anteil von Ericsson ĂŒbernommen hatte [4]. Hierzu zĂ€hlen neben Smartphone und Tablets auch die Notebooks der Vaio-Reihe. Über diese GerĂ€te sollen möglichst viele Inhalte des "Sony Entertainment Network" verbreitet werden, heißt es in der Mitteilung.

Die darbende Fernsehsparte will Sony bis Ende MĂ€rz 2014 in die Gewinnzone zurĂŒckbringen. Dazu will das Unternehmen mehr Effizienz in die Produktentwicklung bringen und die Zahl der Modelle im laufenden GeschĂ€ftsjahr, das mit dem MĂ€rz 2013 endet, um 40 Prozent verringern. Die Fernseher der Bravia-Reihe sollen eine bessere Bild- und Ton-QualitĂ€t bekommen und an die jeweiligen regionalen MĂ€rkte angepasst werden. Außerdem will Sony die Entwicklung und Vermarktung von Techniken wie OLED und "Crystal LED Display [5]" vorantreiben.

Mit Hilfe dieser und anderer Maßnahmen will Sony mit elektronischen Produkten in dem zum 31. MĂ€rz 2015 endenden GeschĂ€ftsjahr einen Umsatz von 6 Billionen Yen (56 Milliarden Euro) erzielen. Der gesamte Konzern soll auf 8,5 Billionen Yen Umsatz gebracht werden. Im vergangenen GeschĂ€ftsjahr setzte Sony schĂ€tzungsweise 6,4 Billionen Yen um. (anw [6])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-1519485

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Stellenabbau-bei-Sony-1517514.html
[2] http://www.sony.net/SonyInfo/News/Press/201204/12-056E/index.html
[3] https://www.heise.de/news/Sony-warnt-Verluste-hoeher-als-bislang-prognostiziert-1517711.html
[4] https://www.heise.de/news/Sony-schliesst-Uebernahme-von-Sony-Ericsson-ab-1435641.html
[5] https://www.heise.de/news/Sony-Display-mit-LED-statt-LCD-1406315.html
[6] mailto:anw@heise.de