Terrae Novae: ESA will europÀischen Astronauten noch vor 2040 zum Mars schicken
Die ESA will in der Erdumlaufbahn, auf dem Mond und dem Mars aktiv sein.
(Bild: ESA)
Die ESA hat ehrgeizige Ziele gesteckt: EuropĂ€ische Astronauten sollen zunĂ€chst zum Mond und dann zum Mars gebracht werden. Dazu braucht es aber UnterstĂŒtzung.
Die EuropÀische Weltraumorganisation ESA will bis 2040 einen ersten europÀischen Astronauten zum Mars entsenden. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Roadmap der ESA unter dem Titel "Terrae Novae 2030+" (Neue Welten 2030+) hervor. Demnach soll in einem Zwischenschritt in den 2030er-Jahren ein EuropÀer auf dem Mond landen.
KĂŒhne Vision
Die ESA spricht in ihrem Strategiepapier von einer "kĂŒhnen Vision", die Europas Rolle in der Weltraumforschung sichern soll. Dabei geht es nach Aussagen der ESA darum, von den daraus erwachsenden wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Vorteilen zu profitieren. Das könne den kĂŒnftigen Wohlstand Europas sichern, heiĂt es.
Konkret geht es um eine dreiteilige Vision, die die ESA mit dem erdachten Fahrplan verwirklichen will:
ZunĂ€chst soll auf der Internationalen Raumstation ISS eine kontinuierliche PrĂ€senz sichergestellt sein. Auch nach der ISS-Ăra will die ESA in der erdnahen Umlaufbahn (LEO) weiterhin stark bleiben.
ZusÀtzlich sollen Vorbereitungen erfolgen, in den 2030er-Jahren einen ersten europÀischen Astronauten zum Mond zu bringen. Die ESA will dazu autonome MondlandekapazitÀten bereitstellen. Die Missionen sollen unter europÀischer Leitung "auch im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit" erfolgen. Dabei sollen die Voraussetzungen entwickelt und vorbereitet werden, die eine nachhaltige Monderkundung ermöglichen. Dabei wolle die ESA möglicherweise auch neue Kooperationsmöglichkeiten, etwa hinsichtlich der Landung von Menschen auf dem Mond und der MobilitÀt auf der MondoberflÀche, nutzen.
(Bild:Â ESA (Screenshot))
Als weiteres Ziel deklariert die ESA, bis 2040 einen ersten EuropĂ€er auf den Mars zu bringen. Dazu mĂŒsse man fĂŒhrend in verschiedenen Techniken werden, wie etwa in ĂberlebensfĂ€higkeitstechnik und im Beherrschen von Radioisotop-Energie. Dazu gehöre ebenfalls die FĂ€higkeit, kleine und groĂe logistische Nutzlasten auf den Mars bringen zu können, erlĂ€utert die ESA detailliert in dem 25-seitigen Papier [1].
UnterstĂŒtzung benötigt
Bei der Umsetzung der ambitionierten Ziele hofft die ESA auf politische UnterstĂŒtzung und auf die Hilfe von Partnern, mit denen die Projekte umgesetzt werden können. "Ich fordere nun unsere politischen EntscheidungstrĂ€ger auf, den Ehrgeiz Europas zu zeigen, damit die ESA gemeinsam mit all ihren Akteuren diesen Strategiefahrplan in die Tat umsetzen kann", sagt Josef Aschbacher, Generaldirektor der ESA.
(olb [3])
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