UFO-Programm des Pentagon: Ex-Leiter glaubt, "wir sind nicht allein"
Ein Video aus einem US-Kampfflugzeug von 2004 zeigt angeblich ein UFO.
(Bild: U.S Department of Defense)
Nachdem ein US-Programm zur Erforschung von UFO-Sichtungen öffentlich gemacht wurde, hat dessen ehemaliger Leiter nun erklÀrt, er glaube, wir seien nicht allein. Das Pentagon rÀumte das Programm ein, erklÀrte aber, es sei inzwischen eingestellt.
Der ehemalige Leiter eines Programms des US-Verteidigungsministeriums zur Erforschung von UFOs ist ĂŒberzeugt, es gebe hinreichende Beweise dafĂŒr, dass "wir nicht allein sein könnten". Das sagte Luis Elizondo in einem Interview mit dem US-Nachrichtensender CNN [1]. Seine Einheit habe einige sehr interessante und ungewöhnliche Flugobjekte identifiziert, die extrem schnell sowie auĂergewöhnlich manövrierbar zu sein scheinen. Weder das US-MilitĂ€r noch andere StreitkrĂ€fte hĂ€tten FluggerĂ€te in ihrem Arsenal, die zu den beobachteten Manövern in der Lage seien.
Die New York Times hatte am Wochenende öffentlich gemacht [2], dass das US-Verteidigungsministerium 22 Millionen US-Dollar fĂŒr ein Programm [3] zur "Identifizierung fortschrittlicher Bedrohungen im Luftraum" ausgegeben hatte. Dieses UFO-Programm war demnach von Elizondo geleitet worden, bis es 2012 eingestellt worden sei. Bis zu seiner KĂŒndigung aus Protest ĂŒber die strenge Geheimhaltung seien die Nachforschungen aber fortgefĂŒhrt worden, hatte Elizondo der Zeitung erklĂ€rt. Die ursprĂŒngliche Finanzierung des Projekts hatte der damalige US-Senator Harry Reid (Demokraten) angekurbelt, der es nun verteidigte. Er sei stolz darauf, sagte er CNN, und auf Twitter erklĂ€rt er [4]: "Wir wissen die Antworten nicht, aber wir haben genĂŒgend Beweise, um die Fragen zu stellen."
Unbekanntes Material sichergestellt
In ihrem Artikel ĂŒber das UFO-Programm, das an die Fernsehserie "Akte X" [5] erinnert, hatte die New York Times auch Videos veröffentlicht, die angeblich unidentifizierte Flugobjekte zeigen sollen. Das Geld des Pentagon zu deren Erforschung ging demnach an das Raumfahrtunternehmen Bigelow Aerospace [6], das die Arbeit weiter auslagerte. Demnach wurden damit unter anderem GebĂ€ude in Reids Wahlkreis Las Vegas modifiziert, um dort Metalllegierungen und andere Materialien aufbewahren zu können, die im Zusammenhang mit UFO-Sichtungen sichergestellt wurden. Ein Autor des Artikels erklĂ€rte [7] auf MSNBC, dass die Materialien untersucht wĂŒrden und ihre Natur noch nicht geklĂ€rt sei. (mho [8])
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[1] http://edition.cnn.com/2017/12/18/politics/luis-elizondo-ufo-pentagon/index.html
[2] https://www.nytimes.com/2017/12/16/us/politics/pentagon-program-ufo-harry-reid.html?_r=0
[3] https://www.heise.de/news/Pentagon-gab-22-Millionen-fuer-X-Akten-aus-3919953.html
[4] https://twitter.com/SenatorReid/status/942137245288620032
[5] https://www.heise.de/news/Neue-Folgen-von-Akte-X-Ich-will-es-immer-noch-glauben-3084426.html
[6] https://www.heise.de/news/NASA-will-aufblasbares-Modul-an-der-ISS-testen-3218814.html
[7] https://www.youtube.com/watch?v=T-Dp1FzKods
[8] mailto:mho@heise.de
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