Weitere Verhaftungen im Umfeld von Kino.to
Bei Durchsuchungen in fĂŒnf BundeslĂ€ndern wurden zwei MĂ€nner verhaftet, die Werbeschaltungen fĂŒr das von den Behörden stillgelegte Streaming-Portal Kino.to vermittelt haben sollen.
Nach der Zerschlagung [1] des illegalen Filmportals Kino.to nimmt sich die Justiz jetzt das Umfeld vor. Am Mittwoch lieĂ die Generalstaatsanwaltschaft Dresden zehn Objekte in fĂŒnf BundeslĂ€ndern durchsuchen, sagte Oberstaatsanwalt Wolfgang Klein am Freitag und bestĂ€tigte einen Bericht [2] von Spiegel Online. Zwei GeschĂ€ftsleute wurden verhaftet.
Laut Klein traten ein 23-JĂ€hriger und ein 47 Jahre alter Mann als Werbevermittler auf. Sie sorgten dafĂŒr, dass Werbung bei Kino.to platziert wurde. Die beiden MĂ€nner wurden in Hamburg und Rheinland-Pfalz verhaftet. Sie sitzen in Untersuchungshaft und sollen in nĂ€chster Zeit nach Sachsen gebracht werden. Konkret gab es Durchsuchungen in Hamburg, Hessen, Rheinland- Pfalz, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen.
Kino.to war im Juni 2011 aufgeflogen. Ăber die Seite waren zeitweise Hunderttausende raubkopierte Filme, Serien und Dokumentationen zu erreichen, die bei sogenannten Filehostern lagerten. Zeitweise verzeichnete das Portal bis zu vier Millionen Nutzer tĂ€glich. Geld wurde mit Werbung verdient.
Am Mittwoch war vor dem Landgericht Leipzig der Chefprogrammierer des Portals zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt [3] worden. Wann der Leipziger Kino.to-GrĂŒnder vor Gericht kommt, ist noch nicht klar. Ende vergangenen Jahres waren schon mehrere ehemalige Mitarbeiter vom Amtsgericht Leipzig zu Haftstrafen verurteilt worden. (vbr [4])
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