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Zahl der Verkehrstoten sank im MĂ€rz auf Tiefstand

Andreas Wilkens
Zahl der Verkehrstoten sank im MĂ€rz auf Tiefstand

Anzahl der bei StraßenverkehrsunfĂ€llen Getöteten.

(Bild: Statistisches Bundesamt, dpa)

Im MĂ€rz waren auf deutschen Straßen wegen der Coronavirus-Krise weniger Autos unterwegs. Das wirkte sich offenbar auf die Unfallstatistik aus.

Die Zahl der Verkehrstoten auf Deutschlands Straßen ist im MĂ€rz dieses Jahres auf einen Tiefstand seit der Wiedervereinigung gesunken. Bei UnfĂ€llen kamen 158 Menschen ums Leben, im MĂ€rz 2019 waren es noch 234 Verkehrstote, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden nach vorlĂ€ufigen Ergebnissen mitteilte.

"Noch nie seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990 wurden in einem Monat weniger Menschen bei VerkehrsunfÀllen getötet als im MÀrz 2020", schreibt das Statistische Bundesamt [1]. In der Regel sterben monatlich den Angaben einer Sprecherin zufolge mehr als 200 Verkehrsteilnehmer.

Wegen der EinschrĂ€nkungen wĂ€hrend der Corona-Pandemie [2] waren seit Mitte MĂ€rz deutlich mehr Menschen zu Hause geblieben, was sich auch im Straßenverkehr bemerkbar gemacht hatte. Laut den Statistikern sank die Zahl der VerkehrsunfĂ€lle auf 166.000, das waren 23 Prozent weniger als im MĂ€rz 2019. Zudem ist es der niedrigste Wert in einem MĂ€rz seit rund 30 Jahren. Das Bundesamt erfasst erst seit der Wiedervereinigung Monatszahlen in seiner Verkehrsstatistik, somit können fĂŒr die Jahre davor keine Vergleichswerte gemacht werden.

Insgesamt registrierte die Polizei im ersten Quartal 2020 rund 564.000 VerkehrsunfĂ€lle, das entspricht einem RĂŒckgang von 9,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Darunter waren rund 53.600 UnfĂ€lle mit Personenschaden, 10,8 Prozent weniger. Bei denen wurden 548 Menschen getötet. Im ersten Quartal ist die Zahl der Verkehrstoten im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres 2019 um 14,5 Prozent zurĂŒckgegangen. Die Zahl der Verletzten sank um 12,3 Prozent auf rund 68.500.

Den grĂ¶ĂŸten RĂŒckgang an Verletzten bei StraßenverkehrsunfĂ€llen im vorigen Quartal gegenĂŒber dem ersten Quartal 2019 verzeichneten ThĂŒringen und Bayern mit 17,8 beziehungsweise 17,5 Prozent. Den geringsten prozentualen RĂŒckgang gab es in Hamburg mit 4 Prozent, in Schleswig-Holstein gab es im ersten Quartal 4,7 Prozent weniger VerkehrsverunglĂŒckte als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. (mit Material der dpa) /

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(anw [4])


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