Internet-Singlebörse wegen Einsatzes von Lockvögeln verklagt

Match.com soll weibliche Angestellte als "Köder" eingesetzt haben; der Dating-Service weist die Vorwürfe entschieden zurück.

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Von
  • Jürgen Kuri

Die Internet-Singlebörse Match.com ist von einem Kunden aus Los Angeles verklagt worden, weil das Unternehmen weibliche Angestellte als "Köder" eingesetzt haben soll. Hinter den Erfolgsgeschichten von Match.com stecke ein "sehr großes und sehr schmutziges Geheimnis", heißt es nach einem Bericht der Zeitung New York Daily News in der Klageschrift von Matthew Evans. Nicht jeder, mit dem man sich durch eine Verabredung auf Match.com treffe, sei ein normales Match.com-Mitglied.

Allein in New York habe der Dating-Service 850.000 Mitglieder. Eine Frau aber, die er als mögliche Partnerin in der Singlebörse kennen lernte, habe ihm nach zahlreichen Verabredungen gestanden, dass sie für das Unternehmen arbeite, heißt es in der Klageschrift von Evans laut dpa. Durch die Lockvögel sollten einsame Herzen bei Laune gehalten werden, damit die Nutzer ihre Abonnements verlängern, behauptet der Kunde, der sich betrogen fühlt. Eine Sprecherin von Match.com wies die Vorwürfe zurück: Man werde sich gegen die Vorwürfe energisch zur Wehr setzen; Match.com beschäftige niemanden, um Kunden anzulocken, die Klage entbehre jeder Grundlage. (jk)