c't 22/2020
S. 138
Wissen
Batterierohstoff
Bild: Geothermieanlage Bruchsal, EnBW

Schatz im Oberrheingraben

Heimisches Lithium als Nebenprodukt von Erdwärmestrom

Lithium-Ionen-Technik treibt mobile Endgeräte an, deshalb ist das importierte Alkalimetall ein teures Gut. Geologen in Karlsruhe erschließen erstmals Quellen in Deutschland – das Tiefenwasser von Geothermieanlagen.

Von Markus Strehlitz und Arne Grävemeyer

Gemeinhin gelten ja Daten als das Öl des 21. Jahrhundert. Aber ein Rohstoff hätte ebenfalls Anspruch auf diesen Titel: Lithium. Es ist elementarer Bestandteil von Lithium-Ionen-Akkus und macht damit Smartphones, Laptops und Elektrofahrzeuge erst mobil. Zudem gibt es die nicht wieder aufladbaren Lithiumbatterien, die sich vor allem in Kleinstelektronik durchgesetzt haben. Lithiumtechnik ist leicht, kompakt und bietet eine hervor­ragende Energie- und Leistungsdichte. Ernstzunehmende Alternativen wie Na­trium-­Ionen-Akkumulatoren und Magnesium-Schwefel-Batterien befinden sich derzeit noch im Laborstadium.

Eine Wissenschaftlergruppe am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat nun ein Verfahren ausgetüftelt, bei dem Lithium quasi als Abfallstoff bei der Energieerzeugung in Geothermieanlagen anfällt. Eine Pilotanlage soll noch bis Jahresende Lithium aus Deutschland fördern.

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