BIOS-Gepiepse
Nach dem Zusammenbau der einzeln gekauften PC-Komponenten erscheint kein Bild auf dem Monitor, doch aus dem PC-Lautsprecher hört man Folgen von Pieptönen. Welche Bedeutung haben diese?
Nach dem Zusammenbau der einzeln gekauften PC-Komponenten erscheint kein Bild auf dem Monitor, doch aus dem PC-Lautsprecher hört man Folgen von Pieptönen. Welche Bedeutung haben diese?
Das Mainboard-BIOS führt unmittelbar nach dem Einschalten den Power-On Self Test, kurz POST durch. Stellt es dabei Probleme fest, versucht es diese dem Anwender über den Monitor mitzuteilen. Falls das nicht funktioniert, morst das BIOS Pieptöne.
Es gibt eine Vielzahl solcher ‘Beep Codes’, die leider nicht standardisiert sind. Nicht nur die verschiedenen BIOS-Grundtypen (wie AMI, Award, Phoenix), sondern auch die von den Mainboard-Herstellern für ihre Produkte angepassten Versionen dieser Grundtypen nutzen Tonfolgen mit unterschiedlichen Bedeutungen. Dabei nehmen es besonders die Hersteller preiswerter Mainboards mit der Dokumentation nicht so genau, sodass sich die gepiepten BIOS-Hinweise nicht sicher deuten lassen. Mehr oder weniger aktuelle und vollständige Listen findet man im Internet etwa unter www.bios-info.de und unter www.poets-computertechnik.de.
Die drei wichtigsten Ursachen, die das BIOS zur Ausgabe von Beep-Codes veranlassen, sind Probleme mit dem Prozessor, dem Hauptspeicher oder der Grafikkarte. Prüfen Sie daher zunächst den festen und korrekten Sitz dieser Komponenten, die CPU-Kühlung und die richtige Einstellung aller Jumper oder DIP-Schalter. Versuchen Sie, den gepufferten BIOS-Setup-Speicherbereich per Jumper (Clear_CMOS) oder durch Ausbau der Lithiumbatterie des Mainboards zu löschen.
Eine genauere Analyse der Fehlerursache ist mit so genannten Port-80-Karten für den PCI-Steckplatz möglich - allerdings ist auch dazu eine Liste mit den Fehlercodes vom Mainboard-Hersteller nötig. (ciw) (ciw)