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Deutsche Mobility-Start-ups: ParkHere

Bernd Kirchhahn

ParkHere möchte tun, woran andere Mobility-Startups gescheitert sind: den innerstÀdtischen Verkehr tatsÀchlich reduzieren. ParkHere hat, im Gegenteil zu vielen anderen Mobility-Startups, tatsÀchlich eine Erfindung in der Bilanz stehen: vernetzte Sensoren in Gummistreifen

ParkHere hat, im Gegenteil zu vielen anderen Mobility-Startups, tatsĂ€chlich eine Erfindung in der Bilanz stehen. Es handelt sich dabei um Sensoren, die in einem Gummistreifen untergebracht sind. Sie werden aktiv, wenn ein Auto drĂŒberfĂ€hrt. Mit solchen Streifen auf dem Asphalt lassen sich ParkplĂ€tze markieren und effizienter bewirtschaften.

Aber von vorne. ParkHere hat seinen Sitz in MĂŒnchen. Wie in jeder Großstadt in Deutschland behaupten MĂŒnchner, dass bei ihnen das Parkplatzproblem am schlimmsten sei. Aber wirklich. Parkplatzknappheit heißt aber auch, dass sich das Verkehrsproblem verschĂ€rft. Die Rechnung im Falle von ParkHere sieht folgendermaßen aus:

Deutsche Mobility-Start-ups: ParkHere (0 Bilder) [1]

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Zwischen 30 und 40 Prozent des innerstĂ€dtischen Verkehrs gehen auf das Konto des so genannten Suchverkehrs. Also Fahraufwand, den man betreibt, um einen freien Parkplatz zu finden. DafĂŒr ist das Auto etwa 15 Minuten unterwegs und blĂ€st etwa 1,3 Kilogramm CO2 in die Luft, was dem erhöhten Verbrauch im Stadtverkehr geschuldet ist. Die Zahlen stammen allesamt von ParkHere, wir wollen ihnen an dieser Stelle Glauben schenken.

ParkHere kann das Problem zumindest lindern. Sie statten ParkplĂ€tze mit ihren Gummistreifen (samt Sensoren) aus. FĂ€hrt ein Auto drĂŒber, wird durch Druck und Vibration genug Energie erzeugt, dass der Sensor ein Funksignal an die Basisstation schicken kann. Diese leitet die Parkinformationen dann an die Cloud weiter, von wo aus ein Datenpaket an die ParkHere-App und NavigationsgerĂ€te geschickt wird.

Je umfangreicher die ParkplĂ€tze mit den Gummistreifen ausgestattet sind, desto prĂ€ziser ist die Datenlage. Ist ein Parkhaus nur bei der Ein- und Ausfahrt mit einem kurzen Streifen ausgestattet, weiß das System nur, wie viele Autos im Parkhaus sind und ob theoretisch noch ein Platz frei sein mĂŒsste. Sind alle StellplĂ€tze mit den Sensoren versehen, kann die App den Fahrer punktgenau zu einem freien Platz leiten.

So hat ParkHere auch auf der Leopoldstraße einen lĂ€ngeren Parkstreifen mit den Sensoren ausgestattet. Nutzer können hier sogar sehen, wie groß der Abstand zwischen den Autos ist. So weiß das System, das ein Kleinwagen vielleicht noch Platz hat, fĂŒnf Meter Prahlstahl aber nicht.

In St. Gallen lĂ€uft das Projekt „Smart City Pilot“. Die Stadtwerke, die Polizei und unter anderem ParkHere arbeiten zusammen, um den InnerstĂ€dtischen Verkehr zu reduzieren. Aber nicht nur öffentliche ParkplĂ€tze haben das Problem. Auch bei Porsche und BMW hilft ParkHere, das Management der Mitarbeiter-ParkplĂ€tze zu optimieren. Obligat dabei: Datenauswertung. Wann wurde welche Parkplatz wie lange genutzt.

Ziel ist es, den Suchverkehr um 50 Prozent zu reduzieren und dabei 30 Prozent CO2-Emissionen einzusparen.

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(fpi [14])


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[9] https://www.heise.de/news/Deutsche-Mobility-Start-ups-Emmy-4608461.html
[10] https://www.heise.de/news/Deutsche-Mobility-Start-ups-MotionWerk-4608511.html
[11] https://www.heise.de/news/Deutsche-Mobility-Start-ups-PaulCamper-4608986.html
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