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Madrid will Autos aus dem Zentrum verbannen

Florian Pillau

Die Madrider Stadtverwaltung will den Autoverkehr aus dem Zentrum der spanischen Hauptstadt verdrÀngen. So sollen in der Altstadt rund um den Platz Puerta del Sol vom kommenden Jahr an nur noch die Anwohner mit ihren Autos freie Fahrt haben

Antonio GarcĂ­a RodrĂ­guez

Die Kreuzung Gran VĂ­a / Calle de AlcalĂĄ im Zentrum Madrids

(Bild: Antonio García Rodríguez)

Die Madrider Stadtverwaltung will den Autoverkehr aus dem Zentrum der spanischen Hauptstadt zu einem großen Teil verdrĂ€ngen. Nach Informationen der Zeitung El PaĂ­s sollen in der Altstadt rund um den Platz Puerta del Sol vom kommenden Jahr an nur noch die Anwohner mit ihren Autos freie Fahrt haben. Andere Autofahrer sollen im Zentrum kĂŒnftig nur bestimmte Hauptstraßen benutzen dĂŒrfen, berichtete das Blatt am Montag unter Berufung auf unterrichtete Kreise der Stadtverwaltung.

Die Madrider BĂŒrgermeisterin Ana Botella bestĂ€tigte, dass in der Altstadt mehr FußgĂ€ngerzonen eingerichtet und die verkehrsberuhigten Zonen ausgeweitet werden sollen. „Wir wollen, dass das Zentrum fĂŒr die FußgĂ€nger da ist, dass es sauberer und umweltfreundlicher wird“, sagte die konservative Politikerin. Die Details der PlĂ€ne seien noch nicht entschieden. DarĂŒber liefen GesprĂ€che mit den Anwohnern und den Ladenbesitzern.

Madrid ĂŒberschreitet seit mehreren Jahren bei den Abgaswerten die von der EU vorgegebene Obergrenzen. In diesem Sommer wurden in der Stadt neue Parkuhren aufgestellt, die ĂŒber das Eintippen der Autokennzeichen die Modelle erkennen. Besitzer von Autos mit hohen Schadstoffwerten mĂŒssen höhere GebĂŒhren zahlen. Seit mehreren Jahren ist das Parken im gesamten Innenstadtbereich gebĂŒhrenpflichtig.

(dpa) (fpi [1])


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