Mercedes zeigt zwei neue E-Lkw
(Bild: Daimler)
Daimler geht nun auch bei seiner US-Marke Freightliner mit zwei komplett elektrischen Lastwagen auf den Markt. ZunÀchst sollen allerdings nur 30 Fahrzeuge in einer Art Pilotphase an Kunden ausgeliefert werden
(Bild:Â Daimler)
Daimler geht nun auch bei seiner US-Marke Freightliner mit zwei komplett elektrischen Lastwagen auf den Markt. ZunĂ€chst sollen allerdings nur 30 Fahrzeuge in einer Art Pilotphase an Kunden ausgeliefert werden, wie der Konzern am Mittwoch (6. Juni 2018) bei einer Investorenveranstaltung in Portland (US-Bundesstaat Oregon) mitteilte. Der Beginn der Serienfertigung ist, genau wie beim Mercedes-Benz-Modell eActros, fĂŒr das Jahr 2021 geplant. Zudem fĂŒhrt Daimler alles, was bei seinen Lastwagen und Bussen mit ElektromobilitĂ€t zu tun hat, markenĂŒbergreifend unter einem Dach zusammen.
Die ersten 30 Freightliner-E-Lastwagen sollen im Laufe dieses Jahres als âInnovationsflotteâ an Kunden ĂŒbergeben werden. Man verfolge damit das Ziel, gemeinsam weitere Erkenntnisse zu gewinnen, wie sich Elektro-Lkw im Alltag möglichst effizient einsetzen lieĂen, hieĂ es. Der schwere eCascadia soll eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern haben, der leichtere eM2 soll bis zu 370 Kilometer schaffen.
Tesla hatte vergangenes Jahr einen 40-Tonner mit bis zu 800 Kilometern Reichweite angekĂŒndigt. Schon bei der Vorstellung des eActros im Februar 2018 hatte sich Daimlers Truck-Chef Martin Daum skeptisch gezeigt, ob das machbar ist. Auch der eActros wird erst von ausgewĂ€hlten Kunden auf Alltagstauglichkeit getestet, bevor er in Serie geht. Beim kleinen eCanter der Marke Fuso ist Daimler schon einen Schritt weiter: Ihn gibt es zumindest in Kleinserie. Mit der ZusammenfĂŒhrung der einzelnen Elektro-Abteilungen der verschiedenen Marken unter einem Dach folgt der Konzern dem Vorbild bei den konventionell angetriebenen Lastwagen. Auch dort wird alles, was gemeinschaftlich entwickelt und genutzt werden kann und nicht markenprĂ€gend ist, zentral koordiniert.
Bei der ProfitabilitĂ€t sieht Spartenchef Martin Daum derweil noch Verbesserungsbedarf. An die Zielrendite von 8 Prozent werde man dieses Jahr sehr nah herankommen, sagte er dem Handelsblatt. Angesichts der derzeitigen Boomphase der Konjunktur in vielen Volkswirtschaften reicht Daum das jedoch nicht. âBei einem Ziel von 8 Prozent als Durchschnittswert ĂŒber den Zyklus sind dieses Jahr 8 Prozent zu wenig.â
Mit einer höheren ProfitabilitĂ€t will Daum unter anderem höhere Investitionen in die Zukunftsfelder stemmen. âWir haben fĂŒr Elektroantriebe und das Autonome Fahren fĂŒr dieses und nĂ€chstes Jahr bereits 500 Millionen Euro bereitgestellt, aber das wird nicht reichenâ, sagte er. Daimler hatte in der Sparte bereits ein Sparprogramm eingeleitet und insgesamt 2500 Stellen gestrichen. Ab kommendem Jahr sollen dann die angestrebten Einsparungen von 1,4 Milliarden Euro voll wirksam werden.
Daum bestĂ€tigte die Spartenprognose fĂŒr ein deutliches Wachstum bei Umsatz und operativem Gewinn. Bei Daimler bedeutet das ein Plus von mindestens 10 Prozent. Im vergangenen Jahr erzielte Daimler mit Lkws und Bussen ein Umsatzplus von 8 Prozent auf 35,7 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern wuchs um 22 Prozent auf 2,38 Milliarden Euro. Die Umsatzrendite betrug demnach 6,7 Prozent. (mfz [1])
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