Vorstellung: Renault Mégane R.S.
Die einzige kaufbare IAA-Premiere von Renault ist ein Ăber-MĂ©gane, der mit 1,8-Liter-Turbomotor, breiter Spur und Allradlenkung sowohl Abgasskandal als auch VorderrĂ€der in Feinstaub aufgehen lĂ€sst. Renault prĂ€sentiert den 280 PS starken MĂšgane R.S. neben einem harmlosen, autonomen E-Mobil
Wie die ganze Messe in Frankfurt so zeigt sich auch der Renault-Auftritt leicht schizophren. Die einzige kaufbare Premiere ist ein 280 PS starker Ăber-MĂ©gane, der mit 1,8-Liter-Turbomotor, breiter Spur und Allradlenkung sowohl Abgasskandal als auch VorderrĂ€der in Feinstaub aufgehen lĂ€sst. Er pflegt den hemdsĂ€rmligen Zugang der alten Benzinköpfe, die von Abgasskandal, Klimawandel, alternativen Antrieben und ganz besonders autonomem Fahren nichts hören wollen.
âLeicht schizophrenâ, weil die zweite Premiere die Studie Symbioz [1] ist. Sie stellt das Auto, wie wir es kennen, ganz in Frage, integriert es als eine Art autonomer Raumkapsel mit E-Antrieb in die Architektur unserer Wohnung. Der Symbioz ist radikal, interessant, erfrischend, aber auch ohne konkreten Serienbezug. Zu ihm an anderer Stelle mehr.
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Der 1,8-Liter-Vierzylinder des MĂ©gane R.S. leistet unter anderem durch Twin-Scroll-Turbolader, modifizierten Zylinderkopf sowie Sportluftfilter 280 PS bei 6000/min. Das maximale Drehmoment von 390 Nm steht in einem Bereich von 2400 bis 6000/min zur VerfĂŒgung. Renault gibt einen kombinierten Verbrauch von 6,7 Litern Superbenzin im Zyklus an.
Angetrieben werden ausschlieĂlich die VorderrĂ€der. Zur Wahl stehen ein Schaltgetriebe oder ein Doppelkupplungsgetriebe (EDC) mit jeweils sechs GĂ€ngen. Das Doppelkupplungsgetriebe mit Schaltwippen am Lenkrad verfĂŒgt ĂŒber eine Launch-Control-Funktion und erlaubt MehrfachrĂŒckschaltungen indem man mit dem FuĂ auf der Bremse die linke Schaltwippe gezogen hĂ€lt. AuĂerdem sind Schaltgeschwindigkeit und -strategie ĂŒber vier Fahrprogramme (Eco, Neutral, Sport, Race) beeinflussbar, die ĂŒber das sogenannte Renault Multi-Sense-System eingestellt werden.
Handlicher dank Allradlenkung
Neu in der Kompaktklasse ist die Allradlenkung 4Control, die der MĂ©gane R.S. serienmĂ€Ăig hat. Renault verspricht damit gleichzeitig eine verbesserte SpurstabilitĂ€t bei hohen Geschwindigkeiten und einen kleineren Wendekreis. Ebenfalls neu sind StoĂdĂ€mpfer mit hydraulischem Endanschlag, die deutlich effizienter Energie absorbieren sollen als konventionelle Elemente.
Schade ist, dass eine Differenzialsperre an der Vorderachse an ein besonders hart abgestimmtes Cup-Fahrwerk zwangsgekoppelt ist. Verzögert wird der MĂ©gane R.S. serienmĂ€Ăig mit Brembo-Scheibenbremsen mit 355 Milimetern Durchmesser. Die Spur des MĂ©gane R.S. ist im Vergleich zum MĂ©gane GT vorne um sechs und hinten um 4,5 Zentimeter verbreitert. Das lĂ€sst den Sport-MĂ©gane bulliger dastehen, dĂŒrfte aber auch helfen seine Kraft auf den Boden zu bringen. Wie sich das mit dem aktuellen Modell anfĂŒhlt, beschreibt Clemens Gleich in seinem Fahrbericht [4]. Auch Diffusor und Spoiler am Heck haben neben der martialischen Optik auch noch den wirklich fahrrelevanten Sinn Abtrieb zu erzeugen.
Auch die zahlreichen Luftöffnungen sollen alle ihren technischen Sinn haben und entweder zur KĂŒhlung der Komponenten oder fĂŒr die Aerodynamik dienen, aber sie dĂŒrften der Zielgruppe auch optisch hoch willkommen sein. Wem der MĂ©gane R.S. dennoch zu brav ist, der kann ihn sich in der besonders auffĂ€lligen Farbe Tonic-Orange bestellen.
Als Fahrassistenzsysteme sind Sicherheitsabstand-Warner, Notbremsassistent, Totwinkel-Warner, Spurhaltewarner, Verkehrszeichen-Assistent, Fernlicht-Assistent, adaptiver Tempomat und Einparkassistent verfĂŒgbar. Das ist lediglich der Standard, den man heute von einem Neuwagen erwartet.
Die Preise fĂŒr den MĂ©gane R.S. liegen noch nicht vor. Voraussichtlich Ende 2018 soll eine auf 300 PS leistungsgesteigerte Trophy-Version mit serienmĂ€Ăigem Cup-Fahrwerk und Verbundbremsscheiben folgen. (chlo [5])
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[4] https://www.heise.de/news/Fahrbericht-Renault-Megane-RS-Trophy-R-2749835.html
[5] mailto:chlo@heise.de
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