Scheuer gegen Tempolimit und höhere Steuern
(Bild: ACE)
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat Ăberlegungen einer Regierungskommission zu Tempolimits und höheren Dieselsteuern zurĂŒckgewiesen. Sie seien âgegen jeden Menschenverstandâ gerichtet, sagte Scheuer
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Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat Ăberlegungen einer Regierungskommission zu Tempolimits und höheren Dieselsteuern zurĂŒckgewiesen. Sie seien âgegen jeden Menschenverstandâ gerichtet, sagte Scheuer der Deutschen Presse-Agentur. Die Kommission mit Vertretern unter anderem der IG Metall, des ADAC, von Volkswagen, Deutscher Bahn und UmweltverbĂ€nden wie dem BUND arbeitet an VorschlĂ€gen fĂŒr mehr Klimaschutz. Hintergrund sind Klimaschutz-Ziele der Bundesregierung bis 2030.
Am Freitag (18. Januar 2019) waren Ăberlegungen des Gremiums bekannt geworden â etwa ein Tempolimit auf Autobahnen wie es in vielen Regionen der Welt normal ist, eine Angleichung der Diesel- und Benzinsteuer sowie eine Neuzulassungsquote fĂŒr Elektroautos [1]. Auch eine StĂ€rkung des öffentlichen Nahverkehrs und des Rad- und FuĂverkehrs standen zur Debatte, um mehr Leute zum Umsteigen zu bewegen.
Scheuer sagte zu den Ăberlegungen: âWir wollen die BĂŒrger von den Chancen der MobilitĂ€t der Zukunft begeistern und mitreiĂen. Forderungen, die Zorn, VerĂ€rgerung, Belastungen auslösen oder unseren Wohlstand gefĂ€hrden, werden nicht RealitĂ€t und lehne ich ab.â Auch der ADAC lehnte die vorgeschlagene Geschwindigkeitsbegrenzung auf 130 km/h auf Autobahnen ab: âDer Beitrag zur Verkehrssicherheit und zum Klimaschutz wĂ€re gering. Denn wo auf Autobahnen kein Tempolimit besteht, lĂ€sst das hohe Verkehrsaufkommen oft auch keine höhere Geschwindigkeit zu.â
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes war der Autoverkehr in Deutschland 2017 fĂŒr die Emission von 115 Millionen Tonnen CO2 verantwortlich â 6,4 Prozent mehr als 2010. Greenpeace-Verkehrsexperte Tobias Austrup: âSeit 1990 kommt der Verkehr beim Klimaschutz nicht vom Fleck.â Der RĂŒckstand lasse sich nicht mit Trippelschritten aufholen. Ab 2025 mĂŒsse Schluss sein mit neuen klimaschĂ€dlichen Verbrennungsmotoren. (mfz [2])
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