US-Studie: Deutsche Autos nicht sehr zuverlÀssig
Eine US-Studie kommt zu dem Schluss, dass deutsche Autos nicht sehr zuverlĂ€ssig sind. Nur Porsche und Mercedes liegen etwas ĂŒber dem Durchschnitt
Sind deutsche Autos weniger zuverlĂ€ssig als amerikanische oder japanische? Die Marktforscher von J.D. Power jedenfalls stellen den hiesigen Autobauern nicht das allerbeste Zeugnis aus. In der US-ZuverlĂ€ssigkeitsstudie fĂŒr dreijĂ€hrige Wagen schneiden nur Porsche [1] und Mercedes besser ab als der Branchendurchschnitt. Dagegen treten bei BMW, Audi [2], Mini und vor allem VW mehr Fehler auf als im Schnitt.
Autos wĂŒrden grundsĂ€tzlich immer zuverlĂ€ssiger, erklĂ€rte J.D.-Power-Experte David Sargent. Bei 100 Wagen gab es binnen zwölf Monaten im Schnitt 126 Probleme. Oder anders ausgedrĂŒckt: Jeder Wagen musste rein statistisch gesehen mindestens einmal im Jahr die Werkstatt. Das sei der niedrigste Stand seit Beginn der Studie 1989, hieĂ es. Befragt wurden mehr als 37.000 Fahrzeug-Erstbesitzer in den Vereinigten Staaten.
Die Ergebnisse der Untersuchung von J.D. Power sollten jedoch mit Vorsicht genossen werden: So haben deutsche Autos bei der letzten ADAC-Pannenstatistik [3] zum ersten Mal ĂŒberhaupt in allen Fahrzeugklassen gesiegt. Die Modellauswahl auf den MĂ€rkten ist allerdings unterschiedlich. Dazu kommt noch ein anderer Punkt, der bei dieser Betrachtung keinesfalls vergessen werden darf. In den vergangenen Jahren haben gerade die deutschen Hersteller ihren eigenen Pannenservice ausgebaut, sodass der ADAC deutsche Liegenbleiber schlicht seltener erfasst.
Laut J.D. Power konnten sich die US-EigentĂŒmer von Nobelkarossen der Toyota-Tochter Lexus [4] besonders glĂŒcklich schĂ€tzen. Hier gab es laut den Marktforschern 71 Probleme pro 100 Wagen. Porsche belegte den zweiten Rang mit 94 Problemen. Mercedes [5] landete mit 115 Problemen ebenfalls unter den besonders zuverlĂ€ssigen Marken. Dagegen fielen die anderen deutschen Hersteller ab: WĂ€hrend BMW [6] mit 133 Fehlern noch nahe am Branchenschnitt lag, belegte Volkswagen mit 174 Problemen den fĂŒnftletzten Rang. Am schlechtestens schnitt die britische GelĂ€ndewagen-Marke Land Rover [7] mit 220 Patzern je 100 Fahrzeugen ab.
âWir schauen uns die Studie an und werden den Problemen auf den Grund gehenâ, sagte ein BMW-Sprecher. Die Pannen scheinen die amerikanischen Kunden nicht vom Kauf abzuhalten: Die deutschen Hersteller konnten im vergangenen Jahr durch die Bank Rekordzahlen auf dem wichtigen US-Markt einfahren. (mit Material der dpa) (mfz [8])
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