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Waymo vs Uber: Prozess um AusspÀhung vertagt

dpa
Waymo vs Uber: Prozess um AusspÀhung vertagt

(Bild: dpa, Waymo)

Die Google-Schwester Waymo wirft Uber vor, Technik fĂŒr autonome Autos gestohlen zu haben. Ein frĂŒherer Mitarbeiter berichtete nun ĂŒber die AktivitĂ€ten einer internen Uber-Geheimabteilung, die fĂŒr das AusspĂ€hen der Konkurrenz zustĂ€ndig war

Der Prozess um Technik fĂŒr autonome Autos zwischen der Google-Schwesterfirma Waymo und Uber ist nach neuen VorwĂŒrfen gegen den Fahrdienst-Vermittler verschoben worden. Ein frĂŒherer Mitarbeiter erklĂ€rte, dass Uber versucht habe, in Geheimdienstmanier Informationen ĂŒber Konkurrenten zu erbeuten und dabei möglichst keine dokumentierten Spuren zu hinterlassen.

Waymo vs Uber: Prozess um AusspÀhung vertagt

Ein selbstfahrendes Auto von Waymo auf Basis eines Chrysler-Minivans.

(Bild: dpa, Waymo)

Waymo wirft Uber vor, gestohlene Technik fĂŒr autonome Autos [1] eingesetzt zu haben. Der Prozess zu der Klage von Februar sollte eigentlich kommende Woche beginnen. Doch der zustĂ€ndige Richter hat nach der jĂŒngsten EnthĂŒllung Zweifel, ob Uber alle relevanten Informationen herausrĂŒckte. „Ich kann den Worten der Uber-AnwĂ€lte in diesem Fall nicht mehr vertrauen”, sagte Richter William Alsup bei einer Anhörung am Dienstag unter anderem der New York Times zufolge [2].

Bei der Anhörung trat ein frĂŒherer Uber-Mitarbeiter auf, der ĂŒber eine geheime Abteilung des Fahrdienst-Vermittlers berichtete. Ihre Aufgabe sei gewesen, die Konkurrenz auszuspĂ€hen und auch Mitarbeiter abzuwerben, um an Firmengeheimnisse zu kommen. Die elektronische Kommunikation in dieser Gruppe lief außerhalb der Server von Uber und löschte sich zum Teil selbst. Damit habe Uber verhindern wollen, dass es belastende Unterlagen gebe, die bei Klagen gegen das Unternehmen verwendet werden könnten. Dass es bei Uber eine Art internen Geheimdienst gegeben hatte, war bereits bekannt. Das Ausmaß der Aktion ist aber neu.

Der frĂŒhere Uber-Jurist schrĂ€nkte zugleich ein, dass die AktivitĂ€ten auf Konkurrenten außerhalb der USA gezielt hĂ€tten und nach seinem Wissen nicht gegen Waymo oder andere amerikanische Unternehmen gerichtet gewesen seien. Richter Alsup zeigte sich dennoch besorgt, dass durch die geheime Kommunikation viele Informationen fĂŒr den Prozess nicht vorlĂ€gen. Wenn nur die HĂ€lfte der VorwĂŒrfe stimme, sei es unfair, Waymo in einen Prozess zu schicken. (fpi [3])


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https://www.heise.de/-3904292

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Autonomes-Fahren-Waymo-verklagt-Uber-3650356.html
[2] https://www.nytimes.com/2017/11/28/technology/uber-waymo-lawsuit.html
[3] mailto:fpi@heise.de