Zollstreit mit USA bremst chinesischen Automarkt
Der US-chinesische Handelsstreit scheint sich immer mehr auch auf den chinesischen Automarkt auszuwirken. Die VerkĂ€ufe von Pkw gingen im Juli im Vorjahresvergleich um 5,4 Prozent auf 1,6 Millionen Fahrzeuge zurĂŒck, wie der Branchenverband China Passenger Car Association (PCA) mitteilte
(Bild:Â pressinform)
Der US-chinesische Handelsstreit scheint sich immer mehr auch auf den chinesischen Automarkt auszuwirken. Die VerkĂ€ufe von Pkw gingen im Juli im Vorjahresvergleich um 5,4 Prozent auf 1,6 Millionen Fahrzeuge zurĂŒck, wie der Branchenverband China Passenger Car Association (PCA) am Mittwoch (8. August 2018) in Peking mitteilte. Bei den in China beliebten SUVs gab es im Juli einen RĂŒckgang von 6,9 Prozent auf 639.725 Autos.
China hatte in Reaktion auf erhöhte US-Einfuhrzölle die Importabgaben fĂŒr Autos aus US-Produktion von 25 auf 40 Prozent erhöht. Mercedes-Benz und BMW fertigen in den USA SUVs auch fĂŒr den chinesischen Markt. Daimler verwies bei der Gewinnwarnung im Juni auch auf die erhöhten US-Zölle, BMW musste fĂŒr einige Modelle die Preise in China anheben [1] und rechnet laut Finanzchef Nicolas Peter mit Belastungen von voraussichtlich weniger als 300 Millionen Euro bis Jahresende.
Der chinesische Automarkt ist der mit Abstand gröĂte der Welt und auch fĂŒr die deutschen Hersteller der wichtigste Einzelmarkt. FĂŒr aus der EU importierte Autos gilt seit Anfang Juli ein reduzierter Zollsatz von 15 Prozent. Hersteller mussten aber bereits vorher NachlĂ€sse gewĂ€hren, weil die AutokĂ€ufer im Land die anstehende Zollsenkung in ihren Preisverhandlungen nutzten. (fpi [2])
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