Platz da
FĂŒr Elektroscooter gĂ€be es genug Raum, auch jenseits der Gehwege.
E-Scooter sollen nun also doch nicht auf BĂŒrgersteigen fahren dĂŒrfen. UrsprĂŒnglich hatte Bundesautoverkehrsminister Andreas Scheuer geplant, zwei Varianten von Rollern zuzulassen: Eine bis 12 km/h, die auch auf Gehwegen fahren darf, und eine bis 20 km/h, fĂŒr welche die gleichen Rechte und Pflichten gilt wie fĂŒr FahrrĂ€der. Die LĂ€nder, die am 17. Mai das letzte Wort haben, lehnen E-Scooter auf dem Gehweg ab. Nun hat Scheuer eingelenkt [1].
Das ist eine gute Entscheidung. Erstens lieĂen sich die beiden Varianten kaum auseinanderhalten. Wie also sollten sie kontrolliert werden? Zweitens ist der Gehweg, wie der Name schon sagt, zum Gehen da. Zum Fahren gibt es die Fahrbahn.
ZusĂ€tzlicher Verkehr von Scooter, Pedelecs oder LastenrĂ€dern [2] gehört nicht an den Rand, sondern mitten ins Geschehen. Platz dafĂŒr gĂ€be es in den StĂ€dten genug, wĂ€re er nicht stĂ€ndig mit Autos zugeparkt. Wenn sich Autofahrer dadurch belĂ€stigt fĂŒhlen, dann mĂŒssen sie damit dann halt leben. In umgekehrter Richtung ist die BelĂ€stigung schlieĂlich deutlich gröĂer.
Hoffentlich fĂ€llt bis zum 17. Mai auch noch eine weitere HĂŒrde fĂŒr E-Scooter: die Versicherungspflicht. Es ist nicht einzusehen, warum elektrische Tretroller anders behandelt werden als die deutlich gröĂeren und schnelleren Pedelecs. Zwar mögen die Roller durch ihre kleineren RĂ€der tatsĂ€chlich unfalltrĂ€chtiger sein, aber das gefĂ€hrdet laut US-Studien [3] vor allem die Fahrerinnen und Fahrer selbst, nicht Dritte.
(grh [4])
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[1] https://www.heise.de/newsticker/meldung/E-Scooter-sollen-doch-nicht-auf-Gehwegen-rollen-4416276.html
[2] https://www.heise.de/tr/artikel/Umweltfreundlicher-Verkehr-Es-wird-eng-4324745.html
[3] https://www.heise.de/tp/features/E-Scooter-verstaerken-den-Mobilitaetskampf-auf-Strassen-und-Gehwegen-4413502.html
[4] mailto:grh@technology-review.de
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