Wenn ich die HaustĂŒr mit einem StĂŒck Tesafilm sichere und eines Tages ist das Tafelsilber geklaut - ist das dann ein RaubĂŒberfall? Oder schon ein Angriffskrieg?
Diese HackerterrorcyberapokalĂŒpse-Rhetorik geht mir so langsam schwer auf den Keks.
Weil:
- gefĂŒhlt jede IT-Panne zZt. erst mals als âHackerangriffâ bezeichnet wird [tatsĂ€chlich fast jede]
- die meisten âHackerangriffeâ sich im Nachhinein als Versagen eines ranzigen, oder versĂ€umten Sicherheitskonzepts, Folgen inkompetenter Managemententscheidungen, ..., oder pebkac herausstellen;
- dabei praktischerweise von der Frage abgelenkt wird, wieso manche Daten ĂŒberhaupt noch vorhanden, statt vorschriftsmĂ€Ăig gelöscht sind;
-dabei die tatsÀchlichen gezielten In- und Exfiltrationen im Rauschen untergehen;
- Hacker und hacken mal wieder (und immer wieder, und wieder, und wieder, und... /btw., @heise: auch du mein Sohn Brutus... ) durch stĂ€ndigen Kontext mit martialischen Vokabeln pauschal mit âkriminellâ, âominösâ und âirgendwie gefĂ€hrlichâ assoziiert werden.
Und wenn die Hackerterror-Rhetorik ausgelutscht und durch die nĂ€chste medial vermarktbare Nebelkerze abgelöst wurde, hat die breite Masse gelernt oder wurde im Glauben bestĂ€tigt, dass Hacker kriminell sind, das Datenschutz eh sinnlos ist und dass die Spacken mit dem Buzzwordvokabular immer noch âdie Eliteâ sind, die selber keine Fehler macht.
Ok, rant over. Thx for having me.
Heiterweiter...