Angry Old Man schrieb am 19.02.2019 17:51:
Nur weil man Dinge als "KI" bezeichnet, die wenig "intelligent" sind, dafür aber sich verselbständigt haben - z.B. indem sie explizite Programmierung ersetzen durch "selbst lernen" -> Machine Learning also.
Und noch früher hat man dynamische Datenstrukturen und Tiefensuche als "KI" bezeichnet, angefangen nämlich mit John McCarthy selbst (der LISP erschuf). Interessanterweise gab es damals nicht diese Aufregung um die Terminologie. Da scheint die heutige Generation der "KI-Welle" schon etwas richtig zu machen, dass die Leute so um Begrifflichkeiten streiten.
FĂĽr mich ist das nicht intelligent im engeren Sinn und auĂźerdem noch sehr problembehaftet - siehe "adversarial examples", z.B. hier: https://arxiv.org/pdf/1712.07107.pdf
Das ist kein Beweis für "wenig intelligent". Menschen haben auch adversariale Beispiele, nämlich optische Täuschungen, inkl. diese Kleid
http://www.spiegel.de/stil/weiss-gold-oder-blau-schwarz-das-kleid-raetsel-ist-geloest-a-1021092.html
Oder das Laurel-Yanny-Ton.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/yanny-oder-laurel-donald-trump-hoert-covfefe-a-1208375.html
Und insbesondere weiß man inzwischen auch, dass Menschen unter Zeitdruck anfällig für adversariale Angriffe sind, die zuvor bei neuronalen Netzen wirken:
https://arxiv.org/abs/1802.08195
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (19.02.2019 19:10).