Solche Verhaltensweisen waren und sin auch bei Bitcoin vorhanden. Diese Virtual Currencies, im BaFin-Sprech VC genannt, müssen permanent Transaktionen verarbeiten um den Anschein des Wachstums bzw. der Aktivität zu wahren.
Die Anzahl der Transaktionen bei Ethereum sind deutlich zurĂĽck gegangen:
https://etherscan.io/chart
Ein Blick in diverse Quelldateien von Ethereum zeigt das ganze Schlamassel:
https://github.com/ethereum/aleth/blob/master/aleth-key/KeyAux.h
https://github.com/ethereum/aleth/blob/master/libethereum/BlockChain.cpp
https://github.com/ethereum/aleth/blob/master/libethereum/TransactionReceipt.cpp
Der Quelltext ist Kraut und RĂĽben, undokumentiert und extrem schwer nachzuvollziehen. Das Debugging ist eine Katastrophe. Security by Obscurity nennt man das. Es soll, gleichwohl Open Source, fĂĽr Andere nicht nachvollziehbar sein.
Ob Ethers nur beim Mining erzeugt werden können, kann nur schwer nachvollzogen werden. Hier gibt es eine eklatante Lücke zwischen Konzept und Realität. Es lässt sich nur schwer belegen, dass das Konzept und die versprochenen Kryptografischen Gegebenheiten auch der Realität entsprechen. Ich habe meine Zweifel.
Auch bei Bitcoin gab es Nutzer bzw. Systeme, die permanent Transaktionen im Kreislauf ausgefĂĽhrt haben. Ich mutmaĂźe mal, dass man damit die "Miner" bei Laune halten wollte. Selbst wenn kein Mensch Ethereum noch benutzt, kann das System den Anschein erwecken als wĂĽrde es noch genutzt. Niemand kann menschliche Nutzer von Robotern unterscheiden.
Obskure Transaktionen wie jetzt bei Ethereum oder häufig auch bei Bitcoin halten das System einfach nur am Leben und sie finden permanent statt. Es wird der Anschein erweckt, das System würde noch verwendet. Sozusagen ein Schneeballsystem das augenscheinlich nie kollabieren kann.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (20.02.2019 21:00).