Plagiate sind nur da möglich, wo über etwas geschrieben wird, das unscharf definiert ist.
Wenn zum Beispiel Teile der Arbeit vorher publiziert wurden, dann gab es ein Peer-Review, das unter anderem zum Ziel hat festzustellen, ob das Thema überhaupt neu ist. Wer heute noch einmal die Relativitätstheorie beschreibt ohne einen neuen Aspekt reinzubringen wird dort einfach abgelehnt als "no own contribution". Und das selbst wenn der gesamte Text von ihm stammt.
Wer über einen neuen Aspekt schreibt und die relevanten alten Publikationen nicht ins related work Kapitel packt bekommt auch eine Revision aufgebrummt die doch dringend zu ergänzen. Oder wird (je nach Journal/Konferenz) hart abgelehnt, weil er offensichtlich seine Hausaufgaben gar nicht gemacht hat.
Ein Plagiat kann eigentlich nur dort durchgehen, wo Text austauschbar werden. Wo jemand eben nicht hart seine Erkenntnisse dokumentiert, sondern um den heiĂźen Brei herum diskutiert.
Gut, in einigen "Laberfächern" ist die Grenze auch unscharf, aber ich meine selbst in Philosophie ist es möglich seine Gedankengänge alle klar mit Referenzen zu versehen wo die Ideen herkommen, sodass der eigene Beitrag deutlich abgegrenzt ist und auch deutlich als neuer Inhalt erkennbar wird.