Die gestern von Google bestätigten Pläne, ab 2018 im konzerneigenen Browser Chrome einen Blocker gegen die aufdringlichsten Werbeformen zu integrieren, stößt überwiegend auf abwartende Skepsis, aber auch auf deutlichen Widerstand. Insbesondere der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) wirft dem US-Konzern Marktmissbrauch vor.
So leid es mir tut, aber einige Zeitungsverleger haben es aus lauter Gewinngier, Gier und nochmals GIER mit ihrer Werbung so dermaĂźen ĂĽbertrieben, dass man bestimmte Seite nur noch geschĂĽtzt mit Adblockern betreten kann. Ich lange doch auch nicht ohne Handschuhe ins Klo.
Wenn permanent auf der Webseite etwas blinkt, hupt, von rechts, von links, von oben oder unten reinschwebt, dann erreicht diese Art von Werbung zwar Aufmerksamkeit beim Leser, aber es entwickelt sich auch ein ausgeprägter Brechreiz. Dass es Leute gibt, die das blockieren ist doch wohl klar.
Ausserdem wo soll Google Marktmissbrauch betreiben? Wir haben Browserfreiheit und es gibt noch zig andere Browser auf dem Markt. Wer darauf steht mit Werbung vollgemĂĽllt zu werden, der bleibt beim blauen Standardbrowser seines Klicki-Bunti-Betriebssystems. Wer in Ruhe surfen will, der wechselt zu Chrome oder Firefox.