Forscher sucht Emotionen in der Atemluft
Jonathan Williams sucht in vollen KinosÀlen nach dem Duft der Aufregung und Angst.
(Bild: Thomas Hartmann)
Den AtmosphĂ€renchemiker Jonathan Williams hat die Suche nach GefĂŒhlen ins Kino gefĂŒhrt. Was er da entdeckt hat, erzĂ€hlt er im Interview.
Technology Review: Haben unsere Emotionen einen Geruch?
Jonathan Williams: Es gibt gute Indizien dafĂŒr, dass es so ist. Zum Beispiel haben Forscher in den Niederlanden Probanden in angsteinflöĂende Situationen gebracht und anschlieĂend andere Probanden an den T-Shirts der ersten Gruppe riechen lassen. Sie konnten tatsĂ€chlich unterscheiden, wer Angst gehabt hatte und wer nicht. Wir können also Angst quasi riechen. Es handelt sich jedoch noch um eine kleine Studie mit 20 bis 30 Probanden unter eng definierten Bedingungen.
Auch die Gruppe von Bettina Pause an der UniversitĂ€t DĂŒsseldorf hat ĂŒberzeugende Ergebnisse. Wir brauchen allerdings belastbarere Ergebnisse mit mehr Probanden. Wir selbst haben Emotionen im FuĂballstadion und im Kino vermessen und gesehen, dass wir in besonders spannenden Momenten zum Beispiel Signale fĂŒr Angst und Spannung ausatmen.
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