Open-Source-Hardware: UnterschÀtze Nischenprodukte
Open-Source-Hardware plant und baut man nachhaltig, kosteneffizient und gemeinsam mit anderen. Wir bringen Sie auf den aktuellen Stand.
Heiligabend liegen unter vielen TannenbĂ€umen moderne technische GerĂ€te. Doch wenn etwa die Actionkamera erst ĂŒber den Download einer 350 MByte groĂen App auf das Android-Smartphone zum Funktionieren gebracht werden muss oder ein zur Aktivierung notwendiger Spezialadapter nicht im Lieferumfang ist, wird aus der Feststimmung Fruststimmung.
Das ist nur eines von zahlreichen Beispielen dafĂŒr, dass proprietĂ€re Lösungen oft schlechter sind als offengelegte Technik. Viele Firmen entwickeln jeweils eigene Kabel, Schnittstellen und Accessoires, die nur zur eigenen Hardware kompatibel sind. Die Verbindung derart zugenagelter Hardware mit geschlossener Software verhindert, dass Verbraucher diese frei einsetzen können. Stattdessen sind sie beispielsweise gezwungen, sich stĂ€ndig zusĂ€tzliche Nutzerkonten anzulegen, obwohl sie eigentlich nur ein Bild knipsen oder scannen möchten.
Auslaufende Updates, fehlende Ersatzteile, schlechte Dokumentation und Schikane-Chips in Druckerpatronen machen GerĂ€te unbrauchbar. Das zieht Konsumenten nicht nur das Geld aus der Tasche, es ist auch umweltschĂ€dlich, besonders, wenn es um die Reparierbarkeit geht. Die Verbraucher verkĂŒmmern so zum Spielball der Tech-Konzerne.
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