zurück zum Artikel

Stolperfallen beim Router-Kauf

| Georg Schnurer

Router ohne regelmĂ€ĂŸig eingespielte Updates sind ein Sicherheitsrisiko. Dennoch findet man nicht update-fĂ€hige GerĂ€te zuhauf bei Amazon und Co.

GĂŒnter K. ist IT-Consultant, Forensiker und EDV-Gutachter. Nicht nur deshalb ist ein funktionierender Zugang zum Internet fĂŒr ihn unabdingbar. GĂŒnter K. wohnt aber auf dem Lande. Dort gibt es zwar einen Telefonanschluss, doch dieser fĂŒhrt ĂŒber eine sogenannte Multiplex-Leitung. Bei solchen AnschlĂŒssen wird eine vollwertige Telefonleitung fĂŒr mehrere TelefonanschlĂŒsse gleichzeitig genutzt. Eine DSL-Verbindung ist auf so einem Zugang nicht möglich.

Seine einzige Möglichkeit, an einen Internetzugang zu kommen, war der Funkweg via UMTS. Das ist zwar auch nur eine Notlösung, denn eine echte Internet-Flatrate fĂŒr den UMTS-Datenverkehr gibt es in Deutschland bis heute nicht. Doch irgendeine Verbindung ins weltweite Netz ist fĂŒr GĂŒnter K. immer noch besser als gar kein Anschluss.

Im August 2016 begab er sich deshalb auf die Suche nach einem leistungsfĂ€higen und bezahlbaren UMTS-Router. Dabei stieß er auf das Modell Huawei B315S-22. Es wurde von verschiedenen HĂ€ndlern auf Amazon und anderen Handelsplattformen fĂŒr gut 150 Euro angeboten. GĂŒnter K. suchte sich einen HĂ€ndler heraus, der das GerĂ€t explizit "Unlocked", also ohne Branding und ohne SIM-Lock anbot. Schließlich wollte er den Router mit einer SIM-Karte seiner Wahl bestĂŒcken und ihn auch mit den offiziell von Huawei bereitgestellten Sicherheitsupdates versorgt wissen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-4205166