3D-Druck: Neuer Drucker lÀuft mit DLP-Projektor
(Bild: UC Berkeley / Hayden Taylor)
Schneller und einfacher 3D-drucken: ein neues Verfahren der UC Berkeley nutzt das Licht aus einem DLP-Projektor und sorgt fĂŒr besonders glatte OberflĂ€chen.
Endlich 3D-Drucke in einem StĂŒck statt schichtweisem Aufbau: Ein Team der University of California in Berkeley ist der Vision einen Schritt nĂ€her gekommen. Ihr "Replikator" druckt mit Licht aus einem DLP-Projektor und dreht das WerkstĂŒck dabei wie auf einer Töpferscheibe.
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Drucken mit Projektor
Das neue Verfahren nennen die Wissenschaftler Computed Axial Lithography (CAL). Ein handelsĂŒblicher Projektor [2] belichtet das Harz in einem Zylinder. Dieser dreht sich in der Druckkammer, wĂ€hrend die projizierten Bilder jeweils angepasst werden, bis das Objekt von allen Seiten geformt und ausgehĂ€rtet ist.
Das Harz kann ein flĂŒssiges Polymer sein, das mit photosensitiven MolekĂŒlen und Sauerstoff versetzt wird, oder ein Hydrogel, das besonders gleichmĂ€Ăige OberflĂ€chen erlaubt. Das Projektorlicht aktiviert die Verbindung der MolekĂŒle und beginnt den AushĂ€rtungsprozess. ĂberflĂŒssiges Polymer kann spĂ€ter abgegossen und weiterverwendet werden. Auch der Druck auf vorhandene Objekte ist möglich [3], wie die Forscher in ihrer Publikation im Wissenschaftsjournal Science zeigen.
3D-Drucken mit Licht (0 Bilder) [4]
Als Inspiration diente dem Team die Untersuchung in den röhrenförmigen Computertomographen, bei denen Rundum-Aufnahmen eines Körpers zusammengesetzt werden. FĂŒr die Aufteilung eines dreidimensionalen Körpers in einzelne Druckdateien drehten sie das Verfahren quasi um.
Replikator wird Wirklichkeit
Erst kurz zuvor hatte die University of Michigan ein Ă€hnliches 3D-Druckverfahren vorgestellt [6]. Ihre WerkstĂŒcke werden wie bei der bekannten Stereolithographie kopfĂŒber aus einem Bad gezogen und dabei mit Licht ausgehĂ€rtet. Bisher wird dabei allerdings Schicht um Schicht gearbeitet, wie auch bei Filamentdruckern. Das Verfahren der Uni Michigan setzt allerdings auf eine Kombination von zwei WellenlĂ€ngen, die das AushĂ€rten beschleunigen beziehungsweise verhindern, um den Druck kontinuierlich aufzubauen. So sind ebenfalls schnelle Drucke mit gleichmĂ€Ăiger OberflĂ€che möglich. (hch [7])
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[1] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[2] https://www.heise.de/news/Pi-Projector-So-wird-der-Raspberry-Pi-zum-Mini-Beamer-4159110.html
[3] http://science.sciencemag.org/content/early/2019/01/30/science.aau7114
[4] https://www.heise.de/bilderstrecke/2594175.html?back=4298453;back=4298453
[5] https://www.heise.de/bilderstrecke/2594175.html?back=4298453;back=4298453
[6] https://www.heise.de/news/3D-Druck-Stereolithographie-soll-bis-zu-100-mal-schneller-funktionieren-4292053.html
[7] mailto:hch@make-magazin.de
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