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Adaptive Optik: Very Large Telescope erreicht die theoretisch maximale BildschÀrfe

Martin Holland
Neue adaptive Optik: Very Large Telescope erreicht theoretisch maximale BildschÀrfe

Der Planet Neptun, aufgenommen mit (links) und ohne (rechts) die neue Technik.

(Bild: ESO/P. Weibacher (AIP))

Die EuropĂ€ische SĂŒdsternwarte kann mit ihrem grĂ¶ĂŸten Teleskop nun Aufnahmen machen, die sogar die von Hubble ĂŒbertreffen.

Das Very Large Telescope (VLT) der EuropĂ€ischen SĂŒdsternwarte (ESO) kann dank einer neuen Technik nun Bilder im sichtbaren Licht aufnehmen, die schĂ€rfer sind als die des Weltraumteleskops Hubble. Verantwortlich dafĂŒr ist das Instrument MUSE (Multi Unit Spectroscopic Explorer) und die sogenannten Lasertomografie, teilte das europĂ€ische Forschungsinstitut in Chile mit [1].

Zusammen mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI und vier starken Laserstrahlen können damit Turbulenzen in verschiedenen Teilen der ErdatmosphÀre korrigiert werden. Erste Bilder zeigen den immensen QualitÀtssprung der Aufnahmen.

Die Laser bei der Arbeit

Die Laser bei der Arbeit

(Bild: Roland Bacon)

Wie die ESO erklĂ€rt, war es schon bislang möglich, atmosphĂ€rische Turbulenzen bis zu einem Kilometer ĂŒber dem Teleskop auszugleichen. In einem kleinen Bereich des Sichtfelds können nun aber fast alle Turbulenzen ausgeglichen werden. Dadurch kann das Teleskop in Chile die theoretisch machbare Grenze seiner BildschĂ€rfe erreichen und Bilder liefern, wie es sie bislang nur vom Weltraumteleskop Hubble gab [2].

Astronomen wollen mit dem verbesserten Instrument "supermassereiche Schwarze Löcher in den Zentren entfernter Galaxien, Jets von jungen Sternen, Kugelsternhaufen, Supernovae, Planeten und deren Monde im Sonnensystem und vieles mehr in bisher unerreichter Detailtreue untersuchen".

Adaptive Optik am VLT (0 Bilder) [3]

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Möglich machen dies vier starke Laser, die orangefarbenes Licht in den Himmel strahlen. Die stimulieren Natriumatome hoch in der AtmosphĂ€re und lassen damit kĂŒnstliche Leitsterne entstehen. Die adaptive Optik ermittelt anhand dieser Sterne die Turbulenzen und fĂŒhrt Tausend Mal pro Sekunde Korrekturen am verformbaren SekundĂ€rspiegel durch. Dadurch wird das verzerrte Licht korrigiert und die astronomischen Aufnahmen erreichen eine bislang unerreichte Klarheit.

Von dem System profitieren aber auch andere Instrumente an dem Teleskop und auch das in der NĂ€he gebaute Extremely Large Telescope [5] soll anhand der gewonnenen Erfahrungen mit einer Ă€hnlichen Technik ausgerĂŒstet werden.

Weltraumteleskop Hubble (0 Bilder) [6]

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(mho [8])


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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.eso.org/public/germany/news/eso1824
[2] https://www.heise.de/news/25-Jahre-Weltraumteleskop-Hubble-Ein-Universum-in-bunt-2615449.html
[3] https://www.heise.de/bilderstrecke/2466748.html?back=4113502;back=4113502
[4] https://www.heise.de/bilderstrecke/2466748.html?back=4113502;back=4113502
[5] https://www.heise.de/news/Riesenteleskop-ELT-Die-Erdarbeiten-haben-begonnen-4044738.html
[6] https://www.heise.de/bilderstrecke/1472047.html?back=4113502;back=4113502
[7] https://www.heise.de/bilderstrecke/1472047.html?back=4113502;back=4113502
[8] mailto:mho@heise.de